OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Das Hotel Meliá Las Américas in Varadero bietet bereits den Touristen wieder seine Dienste an Photo: Juan Diego Nusa Peñalver

„Wir bekräftigen unsere auf objektiven Tatbeständen beruhende Zusage, dass nachdem unser Land von Durchzug des Hurrikans Irma betroffen wurde, alle Einrichtungen des kubanischen Tourismus in der Hochsaison betriebsbereit sein werden“, sagte der kubanische Minister für Tourismus Manuel Marrero Cruz im Kongresszentrum von Varadero bei einem Treffen mit 160 Reiseveranstaltern, die das Reiseziel Kuba im Angebot haben.

Er führte aus, dass dafür die finanziellen Ressourcen, die Ausrüstung, die materiellen Ressourcen und vor allem das notwendige Personal zur Verfügung stehe.

Der Minister betonte, dass „unsere Verpflichtung Ihnen gegenüber sich nicht nur darauf beschränkt, die vom Hurrikan verursachten Schäden zu beheben; vielmehr wird alles noch besser sein, als es vorher war und wir werden als Endergebnis ein touristisches Produkt haben, das auf dem neuesten Stand und von höherer Qualität ist.“

Marrero Cruz sagte weiter, dass er wisse, wovon er spreche, weil er, nachdem der Hurrikan an den am schwersten betroffenen Zonen vorbeigezogen war, alle touristischen Orte an der Nordküste besucht habe. „ Der kubanische Tourismus wird für die Hochsaison bereit und völig wiederhergestellt sein,“ betonte er.

Er hob hervor, dass in den touristischen Zentren Kubas, die Cayos Santa María, Coco und Guillermo eingeschlossen, die Versorgung mit elektrischer Energie, Wasser und die Kommunikation zu hundert Prozent wiederhergestellt seien.

Er nahm eine ausgedehnte Analyse der vom Hurrikan verursachten Schäden in der Freizeitindustrie vor und meinte, die Beeinträchtigungen in dem Sektor seien insgesamt leichterer Art gewesen.

In diesem Zusammenhang merkte er an, dass die touristischen Einrichtungen in den Provinzen Guantánamo, Santiago de Cuba, Granma, Cienfuegos, Mayabeque, Artemisa und Pinar del Rio „ ohne irgendeine Schwierigkeit in Funktion sind“.

Er betrachtete die Schäden an den Einrichtungen in Sancti Spiritus, vor allem im Norden, in Las Tunas, an der Nordküste der Provinz Holguín und in Camagüey als leicht. Ebenso sah er die Hurrikanschäden in den touristischen Zentren Havanna und Vardero als gering an.

WICHTIGSTE BEEINTRÄCHTIGUNGEN

Der Minister für Tourismus machte deutlich, dass die Beeinträchtigungen in diesem Sektor hauptsächlich im Verlust von leichten Überdachungen, Zwischendecken, im Glasbruch und in den Grünanlagen zu finden seien. „Es ist kein Hotel und kein Gebäude mit Betonstruktur zusammengebrochen“, sagte Marrero Cruz, und der fügte hinzu, dass es Schäden bei Abdeckungen mit Palmenblättern, rustikalen Strukturen und Holzelementen gegeben habe, die aber leicht zu ersetzen seien.

Er sagte, dass die Grünanlagen besonders hart betroffen und viele Bäume umgerissen worden seien. Trotzdem wären die Hotels und die touristischen Zentren aber nicht ohne Bäume.

Er erklärte, dass die Hauptbeeinträchtigungen bei den vorher erwähnten Schäden sich auf die an der Nordküste des Landes gelegenenen touristischen Zentren von Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa María konzentrieren würden und leicht bis zur touristischen Hochsaison zu beheben seien.

In diesem Zusammenhang wies er daraufhin, dass der Prozess der Wiederherstellung und der Säuberung vorankomme.Von den 18 Hotels der touristischen Zentren von Cayo Coco und Cayo Guillermo - in letzterem waren die Schäden nicht so erheblich – werden 14 bis zum 1. November völlig wiederhergestellt sein und auch der Flughafen werde dann voll betriebsbereit sein und sich in einem besseren Zustand befinden, als vor dem Hurrikan. Die vier übrigen Hoteleinrichtungen würden am 15. November ihre Pforten öffnen.

Er führte aus, dass die Aktivitäten außerhalb der Hoteleinrichtungen in Cayo Coco zwischen dem 15. und 20. Oktober abgeschlossen seien, dazu gehörten seine Marina, das Delphinarium, das Baden mit Delphinen, der Glasturm und die Hütten am Strand.

Er sagte weiter, dass der Hotelbetrieb auf dem Cayo Santa María über die Kraft, die Ressourcen und eine klare Strategie verfügten, um den Touristen ab dem 15. November alle Dienste anbieten zu können.

Was die Pedraplene angeht, so sagte er, dass man provisorische Zugänge geschaffen habe und dass Cayo Coco in 15 bis 20 Tagen und Cayo Santa María bis zum 1. November völlig wiederhergestellt sei.

Er berichtete, dass der nationale Flughafen von Cayo Las Brujas bis zum 15. Oktober fertiggestellt sei, während der Terminal des internationalen Flughafens von Santa Clara seinen Betrieb mit Flügen aus den USA am 25. September wieder aufgenommen habe.

Er hob hervor, dass die Kunden große Besorgnis geäußert hätten, was den Zustand der Strände in den Cayos im Norden des Landes nach dem Durchzug des Hurrikans angehe. Dazu sagte der Minister: „Ich kann ich Ihnen versichern, dass die Strände im Norden des Landes nach dem Durchzug des Hurrikan sich in einem erheblich besserem Zustand befinden, weil dieser uns mehr Sand und bessere Dünen zurückgelassen hat“.

Über das wichtigste touristische Zentrum des Landes, Varadero, sagte er, dass man dort außer in fünf Hotels überall Dienste anbiete.

Er wies daraufhin, dass es dort 52 Hotels gebe, von denen 47 geöffnet seien. Von den         20. 790 Zimmern dort seien 5 411 beeinträchtigt worden, was nur 26 % ausmache. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sei es gelungen, 1.374 wieder zu reparieren und am 30. Oktober werde man in Varadero keine Spuren des Hurrikans mehr erkennen können.

Er unterstrich, dass nur fünf Hotels zu einem späteren Zeitpunkt öffnen würden : Puntarena und Playa Caleta, Paradisus Varadero, Ocean Patriarca und Meliá Península haben den 15 November als Datum für die Eröffnung. „ Ich spreche hier von der ganzen Halbinsel Varadero, die sich bereits in der Schlussphase der Wiedererholung befindet. Man hat wirklich hart gearbeitet“, sagte er.

Er gab auch bekannt, dass die Veranstaltung über den Naturtourismus, die vom 25. bis 30. September geplant ist, stattfinden werde, da die Natur im Osten Kubas keine Schäden erlitten habe.

Was die Versorgung des Tourismus angeht, sagte er, dass er mit den nahrungsmittelerzeugenden Organismen und den Unternehmen des Landes zusammengekommen sei, und dass man garantieren könne, die Schäden bei den Produkten durch den sofortigen Import aus in der Nähe Kubas gelegenen Orten auszugleichen.

„Wir verfügen über die Finanzierung und die Importverträge und alle Anzeichen deuten daraufhin, dass es bei der Versorgung im touristischen Bereich keinerlei Probleme geben wird.

Wir werden jedes Hotel entsprechend dem Standard und je nach Kategorie beliefern und wir verfügen über engagiertes Personal und über einen Verteilungsmechanismus im ganzen Land.

Man hat die notwendigen Entscheidungen getroffen, um dies zu garantieren.“

Er merkte an, dass die Auswirkungen des Hurrikans dazu geführt hätten, dass im September 50 % weniger Touristen gekommen seien, aber dass bis zum 22. September rund 3.6 Millionen das Land besucht hätten. Im Vorjahr seien es zu diesem Zeitunkt ungefähr drei Millionen gewesen. Im Augenblick würden die Anreisen bereits um 24 % weiter anwachsen.

Im Verlauf des Tages besuchten die Reiseveranstalter 11 Hotels in Varadero und konnten sich von deren ausgezeichneten Zustand überzeugen; dazu gehörten Iberostar Varadero, Iberostar Bellavista, Meliá Las América,  Sol Palmera, Memories Varadero, Royalton Hicacos, Ocean Vista Azul und Barceló Arenas.