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Das Auffüllen mit felsigem Material geht unaufhörlich weiter. Foto: Freddy Pérez Cabrera

CAIBARIÉN, Villa Clara.— Wie eine zeitweilige Ameisenstraße zu ihrem Haufen hin, so sieht es aus, wenn Lastwagen unermüdlich auf dem Weg zum Pedraplen Caibarién–Cayo Santa María sind, um in schnellstmöglicher Zeit die von Hurrikan Irma verursachten Schäden zu beheben.

Das Kommen und Gehen der Teams kommt trotz der gefährlichen Strecke nicht zum Halten, die an verschiedenen Stellen beschädigt ist. Dazu gehören auch eine Brücken, die ihren Zugang verloren haben, also den Teil, der sie mit dem Weg verbindet. Außerdem ist es besonders auf der linken Seite, wo Irma aufgeschlagen ist, zu Einbrüchen gekommen.

Es ist kaum Tag geworden und die Männer des Kontingents Campaña de Las Villas beginnen ihr schweres Tagewerk. Die Sonne brennt intensiv, die Hitze erschöpft und der von den Lastwagen aufgewirbelte Staub trübt die Augen der Arbeiter und Techniker. Trotzdem gibt es nicht den geringsten Hauch von Schwäche, sondern den starken Willen, die beschädigte Strecke so bald wie möglich zu restaurieren.

Unter den Männern ragt Ilexy Hernández Figueroa hervor, den alle Tinguilla nennen. Er ist der Bulldozerfahrer, der alles aufgefüllte Material bewässert, und er macht dies so meisterhaft, dass er fast keiner Anweisung bedarf. Sein Gesicht strahlt eine Freude aus, die es einem unmöglich macht, das Unglück zu erkennen, das auf seinen Schultern lastet: Der Zyklon hat das Dach und einen Teil seines Hauses mitgenommen.

Trotzdem sagte er zu seiner Frau Caridad, als er zu dieser Aufgabe gerufen wurde, die lebenswichtig für die Hotelinfrastruktur der nördlichen Cayos von Santa Clara ist: „Meine Liebe, das Haus kann noch ein paar Tage warten, aber der Pedraplen nicht, ich gehe zur Arbeit!“ Und hier ist er, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, als guter Schüler des bereits verstorbenen Gründers dieses Kollektivs Orlando Rodríguez.

„Die Arbeit ist hart, aber hier muss man alles geben. Wenn wir das nicht geregelt bekommen, ist es unmöglich, die Hotels zu erreichen. So müssen wir Steine aufwerfen, ohne nach vorn oder hinten zu gucken, wie Fidel einmal gesagt hat“, meint Tinguilla.

Unter den Lastwagenfahrern fällt Osney Nápoles del Río, ein Fahrer von kaum 25 Jahren durch seine Jugend auf. Auch ihn hat der Zyklon getroffen, wie fast alle Bewohner von Caibarién und hier fährt er Tag und Nacht, „denn von uns hängt es ab, dass man auch andere Dinge machen kann“, sagt der junge Mann.

„Das ist schön, man fühlt, dass man nützlich ist. Ich habe noch nie an einer so verantwortungsvollen Arbeit teilgenommen. Als Cuéllar, der Leiter des Kontingents mit uns sprach, habe ich ihm gesagt: „Alles klar, sie brauchen nicht mehr zu sagen, das ist eine Aufgabe für Männer, man muss arbeiten ohne nach hinten zu schauen und solange, wie es notwendig ist. Trag mich ein, ich werde dabei sein, bis alles gemacht ist. Meine Freundin muss halt ein bisschen warten“, sagte er mit einem verschmitzten Lächeln.

EINE EHRUNG FÜR FIDEL

Alexander Cuéllar Sierrezuela ist der Leiter des Militärischen Bauunternehmens Campaña de Las Villas, des Kontingents, das in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts den Auftrag bekam den Pedraplen Caibarién–Cayo Santa María zu bauen, ein Werk, das von Fidel als unglaublich und bewundernswert bezeichnet wurde und von Orlando Rodríguez Pérez geleitet wurde.

Cuéllar hat nun den Auftrag, seine Männer bei dieser schwierigen Aufgabe anzuführen, die darin besteht, die Schäden auf dem Steinweg, der Caibarién mit Cayo Santa María verbindet, einem für die Entwicklung und die Wirtschaft des Landes vitales Werk, zu beheben.

Alexander erzählt: „Kaum dass einige Stunden nach Durchzug des Hurrikans vergangen waren, bereits am Sonntag, waren die Lastwagen dabei Steine und Felsbrocken ins Meer zu kippen. Dafür standen 50 Lastwagen zur Verügung, die sich von Kilometer Null bis zu den beschädigten Stellen vorarbeiten und weitere Kräfte des Bauunternehmens für den Tourismus ECOT, die von der anderen Seite das Material herbeischaffen, um so schnell es geht voranzukommen.

„Die Stimmung der Leute ist ausgezeichnet. Hier muss man keinem Arbeiter etwas zweimal sagen; die Leute haben ein großes Verantwortungsgefühl. Alle wissen, dass es von uns abhängt, wann man wieder in die Cayos kommt und arbeiten kann.

Unsere Absicht ist, dass wir das bis Montag geschafft haben und dann warten andere Aufgaben wie die Bereinigung der Wege, der beschädigten Ufermauern, an einigen Abschnitten wurden die Schutzgeländer zerstört, für all das braucht man noch etwas Zeit“, sagte er.

Zu den Schäden am Pedraplen sagte der Direktor des Straßenbauamts von Villa Clara Pedro Julio González León, dass die schwierigste Stelle sich auf Höhe der Brücke 11 befinde, wo der Zyklon die Zugänge auf beiden Seiten mitgerissen habe, d.h. an die 40 Meter zu beiden Seiten der Straße.

„Bis jetzt gibt es nach allem, was wir gesehen haben, zehn Brücken mit Problemen bei den Zugängen, bei den Ufermauern, dem Weg, abgeschnittenen Wegstrecken und zerstörten Schutzgeländern“, aber Geist und Wille bestünden, dieses Werk, das den Internationalen Brücke von Alcántara Preis in seiner VII. Auflage (1998-2000) erhalten habe, so schnell wie möglich wiederherzustellen und damit auch dem Mann Tribut zu leisten, der von diesem Wunder geträumt hat, Fidel Castro.