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Ein Großteil des nationalen Stromverteilungsnetzes, das nach Durchzug des Hurrikans Irma vollkommen zusammengebrochen war, konnte vom Elektrizitätsunternehmen Unión Eléctrica im Verlaufe von weniger als 72 Stunden wiederhergestellt werden.

Wie Jorge Armando Cepero Hernández, Direktor für Verteilung dieses Unternehmens, der Presse gegenüber mitteilte, gelang es bereits am Dienstag, das Stromversorgungsnetz der Zentralen und Östlichen Regionen mit dem des Westens zu verbinden. Die wichtigen Wärmekraftwerke von Mariel, Tallapiedra, Este Habana, Cienfuegos, Renté, Nuevitas und Felton, sowie die Elektrizitätswerke San José und Energas funktionieren ebenfalls seit Dienstag.

Dies verbesserte die Situation des Landes wesentlich. Es steht jedoch noch die Wiederherstellung des größten Wärmekraftwerks des Landes, Antonio Guiteras aus, da die dort entstandenen Schäden groß sind und die Wiederaufnahme der Produktion kompliziert ist.

«Dieser Hurrikan hat das gesamte primäre Elektrizitätsverteilungsnetz des Landes betroffen, und jedes Territorium musste mit eigenen Kräften für die lokale Wiederherstellung sorgen, um das gesamte System wiederzugewinnen», erläuterte die Führungskraft.

Er gab desweiteren bekannt, dass nach Lösung der weniger schwierigen Schäden nun Kräfte aus verschiedenen Regionen des Landes in die am meisten betroffenen geschickt werden.

Betroffen sind die Hochspannungsleitungen Guiteras-Santa Clara, deren Inbetriebnahme für Samstag vorgesehen ist, sowie die Verbindungen Cienfuegos-Matanzas, weshalb die Versorgung der Westregion des Landes noch immer unzureichend ist.

In der Provinz Granma konnte bis zum Mittwoch der Service vollkommen wiederhergestellt werden, Santiago de Cuba, Guantánamo und Pinar del Río erreichen 99 % der Kapazität. Artemisa (94 %), Mayabeque (82 %), Havanna (77 %), Las Tunas (74 %), Camagüey (73 %), Holguín (72 %) und Cienfuegos (72 %) arbeiten intensiv an der Wiederherstellung ihrer Systeme. Matanzas (34 %), Sancti Spíritus (47 %), Villa Clara (30 %) und Ciego de Ávila (20 %) sind die am stärksten betroffenen Territorien.

Wie Cepero Hernández ausführte, konzentrieren sich die Briganden aus den Provinzen Artemisa, Pinar del Río und Mayabeque auf die Westregion, insbesondere die Hauptstadt, um danach den anderen Regionen zu Hilfe zu kommen.

In Havanna wurden vorrangig die Krankenhäuser und wichtige Produktionsstätten mit Energie versorgt, so dass die meisten Serviceleistungen wieder funktionieren.

Wie der Presse mitgeteilt wurde, verursachte Hurrikan Irma Schäden in 2 300 Primärverteilungsnetzen, von denen am Mittwoch noch 644 auf Reparatur warteten.