OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Yaimí Ravelo

HAVANNA – In Kuba beläuft sich der Bevölkerungsanteil der über 60-Jährigen auf 2 219 784, was 19,8 % der Gesamtbevölkerung entspricht, berichtete am Dienstag das Nationalbüro für Statistik und Information (ONEI).

Nach Angaben dieser Einrichtung wird sich die Tendenz der Überalterung in den kommenden Jahren stetig weiter verstärken und der Anteil junger Menschen wird sich verringern.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, lag 1985 der Anteil der über 60-Jährigen bei 11,3 % und betrug im Jahre 2016 ein Fünftel der Bevölkerung.

In den letzten 31 Jahren kam es somit zu einem Anstieg der älteren Bevölkerung um 8,5 Prozent.

«Vom territorialen Gesichtspunkt aus betrachtet, liegt der Anteil der Alten in allen Provinzen über 15 %, wobei Guantánamo und die Isla de la Juventud die jüngsten Territorien darstellen, obwohl der Anteil der Erwachsenen jeweils 17,3 und 17,6 beträgt», heißt es im Text.

Andererseits ging aus der Untersuchung hervor, dass das Verhältnis zwischen der Bevölkerung der über 60-Jährigen zum Anteil der unter 14-Jährigen sowohl im Westen als auch im Zentrum der Insel überdurchschnittlich hohe Werte aufweist, mit Ausnahme der Provinzen Artemisa und Ciego de Ávila.

Im Gegensatz dazu wird die Tendenz in der Ostregion ausgeglichen, wo dieses Verhältnis die geringsten Werte aufweist.

Die Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen sieht vor, dass Barbados und Kuba demnächst die Länder Lateinamerikas und der Karibik mit der größten Bevölkerungsüberalterung sein werden.

Im Falle Kubas stellte das ONEI fest, dass die Fruchtbarkeit unter dem Ersatzniveau liegt, mit anderen Worten gibt es seit 38 Jahren weniger als eine Tochter pro Frau.

Das bedeutet, dass die Bevölkerung zwischen 0 und 14 Jahren im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung zurückgegangen ist und dass aufgrund der niedrigen Sterblichkeit der Anteil der Menschen, die älter als 60 Jahre sind, anstieg.