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SANCTI SPÍRITUS - Das karibische Meer dringt als Ergebnis des Klimawandels 1,3 Meter jährlich in die Südküste Kubas ein, warnen Experten des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Umwelt (Citma) in Sancti Spiritus.

Als Folge werden die Salzwasserintrusion, die Bodenerosion und das Verschwinden der Mangroven in den Kreisen la Sierpe und Sancti Spiritus, die am karibischen Meer in der Mitte der Insel liegen, immer spürbarer.


Wie der Citma Delegierte in Sancti Spiritus Leonel Díaz erklärte, wirkt sich der Klimawandel in der Provinz hauptsächlich durch die Erhöhung des Meeresspiegels aus, was die Strände, die touristische Entwicklung und die landwirtschaftliche Produktion des Gebiets in Mitleidenschaft ziehe.

Um diese Auswirkungen zu mildern, suchen die lokalen Unternehmen, die sich dem Reisanbau widmen, Sorten zu finden, die besonders widerstandsfähig gegenüber der Salzhaltigkeit und der Wasserknappheit sind und außerdem Kanäle wiederherzustellen, damit das Süßwasser nicht infiltriert wird, die Küste erreicht und den Salzgehalt vermindert, fügte er hinzu.

Das kubanische Parlament diskutierte in der jüngsten Sitzungsperiode die Umsetzung der im April dieses Jahres verabschiedeten Tarea Vida (Aufgabe Leben), der Strategie des Staates, um dem Klimawandel zu begegnen.

Der Plan enthält elf Aufgaben und die erste davon betrifft die Notwendigkeit die integrale Anpassungsprojekte auszumachen und durchzuführen, um die Verletzlichkeit der 15 am meisten gefährdeten Zonen zu vermindern, zu denen das Gebiet um Sancti Spiritus und la Sierpe gehört.

Das Eindringen des Karibischen Meeres stellt das größte Umweltproblem dar, das sich für die Insel durch den Klimawandel ergibt. Berechnungen haben ergeben, dass der jährliche Anstieg des Meeresspiegels hier etwa sechs Zemtimeter beträgt. (PL)