OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Edilberto Delgado Muñoz führt eine der durch Investition erworbene Maschinen vor. Foto: Autor

CIENFUEGOS – Im 1964 unter Leitung des damaligen Industrieministers Ernesto Che Guevara gegründeten Ölhydraulikunternehmen José Gregorio Martínez werden seit Jahren Mittel- und Hochdruckschläuche, hydraulische Zylinder, Pressen, Palettenhubwagen und Hydraulikheber für zwei, fünf, sieben und 12 Tonnen hergestellt.

Aber die kontinuierliche Herstellung dieser und ähnlicher Produkte für das ganze Land – mit der entsprechenden Nutzung, dem Verschleiß und der technologischen Veralterung des Maschinenparks – machte eine Erneuerung notwendig, um die produktive Kapazität des Betriebs zu erhöhen, die Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte zu steigern und die Arbeit zu humanisieren.

Daher ist die Fabrik in Cienfuegos jetzt Gegenstand einer Investition, um den vorher erwähnten Zweck zu erfüllen. Gleichzeitig sollen so weitere industrielle Kapazitäten hinzugefügt, die Fertigungsstraßen erweitert und Importe ersetzt werden.

Dieses Unternehmen wurde von verschiedenen Führungskräften des Landes als Modell eines staatlichen sozialistischen Unternehmens bezeichnet. Es ist einzigartig in Kuba, hat Käufer-Verkäufer Beziehungen mit allen Organismen der Zentralen Staatsverwaltung und jetzt sollen mit dieser Investition die Anstrengungen verstärkt werden, um die bereits ausgezeichnete Arbeit noch zu verbessern.

Der Generaldirektor des Unternehmens, das Mitglied des Zentralkomitees der Partei Lixander Hernández Viera führt Granma gegenüber aus, dass von den sieben innerhalb der Investition vorgesehenen Maschinen bereits drei in der Fabrik installiert seien, die vierte komme im Mai und die drei restlichen befänden sich noch in der Beschaffungsphase.

HIN ZU EINER SOLIDEN INDUSTRIELLEN EXPANSION

Wie Ingenieur Hernández Viera es einschätzt, sind bereits über 50% der Investition ausgeführt, was „ermöglicht, die Fertigungsstraßen zu aktualisieren und Zylinder von bis zu vier Metern Länge und 300mm Durchmesser zu produzieren und das gesamte Spektrum der hydraulischen geraden und gebogenen Schläuche zu umspannen.“

Der Facharbeiter Edilberto Delgado Muñoz erklärt, dass man mit der Schrägbrettdrehmaschine von vier Metern ( eine der Maschinen, die bereits aufgestellt sind) die für die Herstellung von großangelegten Zylindern notwendigen Stücke produzieren könne. „Es ist eine wunderbare Maschine“, betont der junge Arbeiter.

Die Maschine, die im Mai ankommen wird, ist eine zweiköpfige Drehmaschine. Nach Auffassung des Ingenieurs Jesús Peña Ríos „ermöglicht diese Werkzeugmaschine mit Metall zu arbeiten ohne dass man Teile demontieren muss. Die Veränderungen führt die Maschine automatisch durch, ein entscheidender Faktor, wenn man Endprodukte von höchster Qualität erzielen möchte.“

Der Gesamtbetrag des Investitionsprozesses, dessen erster Teil bereits dabei ist das laborale Umfeld der Fabrik zu revolutionieren, beläuft sich auf 5,8 Millionen CUC.

„Mit der Investition streichen wir einen großen Teil der Importe: das macht ungefähr fünf Millionen Pesos aus“, führt Lixander aus und er fährt fort: „Zum jetzigen Zeitpunkt konzentrieren wir uns darauf, den nationalen Markt zu konsolidieren. Wenn wir dann einmal die Qualitätsstandards erreicht haben und sich in der nationalen Wirtschaft unsere Wettbewerbsfähigkeit bewiesen hat, stellen wir uns dem Thema des Exports.“

Aber die technologischen Perspektiven der Ölhydraulik enden nicht hier. Eine weitere Investition ist in Planung, die sich auf 12 Milionen CUC belaufen wird.

Zur Zeit befindet sich die Einführung einer Fertigungsstraße für Stoßbremsen in der Planungsphase, die den Bedarf bei leichten Autos, Omnibussen und Lastwagen ja sogar der Eisenbahn decken könnte.