OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die guten Erneteergebnisse dieser Zone sind historisch. Photo: Jorge Luis Merencio

GUANTÁNAMO. Die Führung und die Produzenten in dieser landwitschaftlichen Zone bewegen sich dieser Tage nur noch im Laufschritt. Und das hat seinen Grund: Die Tomatenernte, der wichtigste Produktionszweig dieser Gegend, ist ungewöhnlich hoch ausgefallen. Diese in richtige Bahne zu lenken, enstcheidet über den Erfolg oder das Scheitern der Kampagne.

Die Experten schreiben den „Tomatenboom“ der wenigen Zeit zu, die für die Aussaat zur Verfügung stand, die wegen der von Hurrikan Matthew verursachten Schäden, zwei Wochen später stattfand. Hinzu kommt, dass die Erträge pro Hektar 22 Tonnen anstelle der geplanten 15 Tonnen betragen.

Als Granma vor einigen Tagen die Gegend besuchte, wurde von etwa 2000 Tonnen reifer Tomaten auf den Feldern berichtet, die darauf warteten, geernet zu werden, während weitere 300 Tonnen bereits verpackt für den Transport zu den verschiedenen Zielen waren.

Die Tomatenexplosion überschreitet zunehmend die Verarbeitungskapazität der Fabrik in el Valle (die 105 Tonnen täglich in zwei Schichten verarbeitet) und die von Guaso im Kreis Guantanamo, die um die Lage noch schwieriger zu machen, zuletzt wegen eines Schadens den Betrieb einstellen musste.

Angesichts dieser Situation haben die für die Landwirtschaft Zuständigen in diesem Gebiet mit Unterstützung des Kreises und der Provinz andere Maßnahmen in die Wege geleitet, wie z.B. die Verschickung der Tomaten an die Verarbeitungsfabrik von Contramaestre in der Provinz Santiago de Cuba, an kleine Betriebe des Gebiets, die sie zu Tomatenpuree verarbeiten und an die Sammelstellen zum Verkauf an die Bevölkerung.

Das wichtigste Ziel sollte jedoch die bessere Belieferung sein, denn in zahlreichen Verkaufsstellen und Bauernmärkten der Provinz tauchen bis jetzt keine oder nur sehr wenige Tomaten auf.

Zirka 90% der auf über 650 Hektar ausgesäten Tomaten waren von einer Sorte, die sich durch ihren süßen Geschmack auszeichnet und sich gut zu Püree verarbeiten lässt. Von daher würde eine bessere Belieferung der Bevölkerung besonders jener der Städte Guantanamo und Baracoa ein Konsumpotenzial darstellen, das bis jetzt noch nicht entsprechend genutzt wurde.

Céspedes Lobaina Arias, der für Landwirtschaft zuständige Delegierte im Kreis San Antonio del Sur, zu dem das Caujerí Tal gehört, sagte, dass um den Höhepunkt der Ernte zu entspannen, man auch beschlossen habe, die Tomatenlieferung bis Contramaestra mit Lastwagen des Territoriums zu unterstützen und die Vermarktung des Produkts auf andere Stellen auszudehnen, bei denen Nachfrage besteht, denn das wichtigste sei, dass nichts verloren gehe und die Produzenten finanziell nicht belastet würden.

Der Bauer Joel Navarro Marzo der Kooperative Constantino Lores stimmte zu, dass bei dem Höhepunkt der Ernte dringender Handlungsbedarf bestehe, denn einige Regenfälle in der Gegend zu diesem Zeitpunkt würden ausreichen, dass eine ganze Menge dieser Tomaten verfaule und man so den Plan nicht erfüllen könne.

Dieses Gebiet, die Wiege der Kooperativebewegung der Provinz, das bei verschiedenen Anlässen vom Comandante en Jefe Fidel Castro besucht worden war, soll laut Plan in diesem Jahr 10.076 Tonnen ernten, die größte Menge, seit man vor über einem Jahrzehnt mit dem Programm der integralen Entwicklung begonnen habe.

Von den 9 654 Tonnen sollen 95 % an die Industrie geliefert werden und davon 6 455 an die von el Valle, die bis jetzt den Plan des Mahlens und der Herstellung von Tomatenpaste übererfüllt hat.

„Die Fabrik funktioniert gut, wir haben praktisch schon 50% des Ziels der gesamten Erntekampagne erreicht. Das ist möglich gewesen, weil die Qualität und die Quantität der Früchte gut war, wegen der Anstrengungen der Arbeiter und der effektiven Reparatur der Maschinen“, sagte der Direktor des Betriebs Osmany Cantillo Elías.

Er fügte hinzu: „In der Fabrik haben wir Maßnahmen unternommen, um die Produktionsspitze bewältigen zu könne; dazu gehört die Verarbeitung von 105 Tonnen täglich anstatt der 87 geplanten und die Ausdehnung der Arbeitszeit auf die Sonntage.“

Der Direktor des kommerziellen Zentrums von Gelma in San Antonio del Sur, Ramón Leyva Labañino, versichert, dass wegen der vielen Tomaten die gleichzeitig ihren Reifegrad erreicht hätten, verschiedene Kollektive der Provinz beschleunigt daran arbeiten würden, die Herstellung von Kisten sowohl solcher mit einer Kapazität von 21 kg als auch solcher für 500 kg zu erhöhen.

Der Mangel an diesen Dingen, die die Organisierung der Ernte verkomplizieren, ist wiederum das, was die größte Unzufriedenheit der Tomatenbauern des Caujerí Tals hervorruft, die wirklich stolz sein können, wenn es ihnen gelingt, die Menge der reifen Tomaten unter ihre Kontrolle zu bringen, um so den millionenfachen Investitionen, die die Revolution auf diesem Gebiet getätigt hat, gerecht zu werden.