OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Foto: Yoandry Ávila

Die jungen Journalisten aus dem ganzen Land, die zu diesem Treffen in der Hauptstadt zusammenkommen, sind sich der Herausforderungen, die vor ihnen liegen, voll bewusst und der Aufgabe verpflichtet, die ihrer Generation zukommt.

Die Vereinigung der Journalisten Kubas (UPEC) hat zu der Veranstaltung eingeladen, die im Nationalen Journalismusinstitut José Martí stattfindet und von Montag bis Mittwoch andauert. Dieses Treffen, das mit einem Erfahrungsaustausch, Debatten und Aktionsplänen verbunden ist, findet bereits zum zweiten Mal statt.

Der Auftrag der Medien und die Rolle der Jugend darin, der Journalismus, die Teilnahme der Bürger und die Kommunikation im Zusammenhang mit der Aktualisierung des kubanischen sozioökonomischen Modells sind die zentralen Themen der Zusamenkunft.

Am Montag ließen die Teilnehmer die Ideen, die aus dem ersten Treffen hervorgegangen waren, Revue passieren und einmal mehr wurde wiederholt, wie dringlich eine Veränderung bei der Routine der kubanischen Medien und eine Transformation ihres Führungsmodells sei.

Es wurde darüber gesprochen, dass die Jugendlichen zunehmend leitende Positionen übernehmen, jedoch dies nicht immer mit einer wirklichen Arbeitsstrategie und einer entsprechenden Vorbereitung für die Ablösung einhergehe, sondern manchmal aus der Not geboren werde.

Man rief auch dazu auf, Talente zu fördern und zu prämieren.

Von der UPEC ausgehend soll die Debatte über Berufsethik und das aktuelle mediale Szenario im ganzen Land geführt werden, war einer der Vorschläge.

Es sollen Informationen über die Plattformen der politisch ideologischen Subversion geliefert werden, die auf die Jugend ausgerichtet sind und die auf diesen Treffen geschlossenen Vereinbarungen sollen mit größerem Nachdruck verfolgt werden, wurde in weiteren Beiträgen gefordert.

Der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats stieß am Nachmittag dazu und betonte, wie wichtig die Präsenz der Jugendlichen in den Medien sei, und auch, dass sie dort leitende Positionen bekleiden. Dies sei der direkteste Weg für sie, Teil der Veränderung zu werden.

Er vertrat die Auffassung, dass die Debatte die Notwendigkeit gezeigt habe, die Arbeit unserer Medien und die Kommunikation in unserer Gesellschaft zu verbessern, wofür der politische Wille bestehe.

Mutiger zu agieren, alle Handlungsräume und Gelegenheiten zu nutzen und von den Erfahrungen zu zehren, die zeigen, dass es noch Reserven gibt, die man nutzen kann, waren Ermahnungen, die Miguel Díaz- Canel den jungen Journalisten mit auf den Weg gab.

Er rief gleichzeitig dazu auf, die Berufsausbildung dahingehend voranzutreiben, dass unsere Medien multimediale Räume werden und die Verbindungen zu den Universitäten auszudehnen, um die Probleme mit Hilfe der Wissenschaft lösen.

Zu den Fragen, die am meisten debattiert wurden, gehörten die, die mit der Ausübung des Journalismus in Verbindung stehenden rechtlichen Normen. Viele waren der Auffassung, dass die Umwandlungen in der Gesellschaft in bestimmten Bereichen schneller vorangeschritten sind, als die Rechtsordnung, aber dass dessen ungeachtet die Ethik in diesem Beruf an erster Stelle stehen müsse.

„Wir müssen die digitalen Räume mit unseren Argumenten erobern“, sagte Díaz-Canel und fuhr fort: „Wir leben in Zeiten eines ideologischen und kulturellen Krieges, aus dem wir nur siegreich hervorgehen, wenn wir emanzipatorische und humanistische Plattformen haben, die angesichts der Vorhaben uns zu kolonisieren, ein kritisches Denken fördern.“