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Technologisches Festival im Freizeitzentrum Hola Ola anlässlich den Jahrestages der Geburt von José Martí. Photo: Jose M. Correa

Wieder einmal ist der Malecón in Havanna der Ort der Begegnung für die kubanische Jugend, obwohl in diesem Fall der Komplex Hola Ola die Hauptrolle spielt. Seit seiner Einweihung als Technologiezentrum am 23. Dezember letzten Jahres empfängt die Einrichtung Kinder und Jugendliche, die ein neues Abenteuer in der virtuellen Welt erleben möchten.

Hola Ola, das am Malecón zwischen Humboldt und der 25. Straße liegt, bietet in seinen verschiedenen Abteilungen neben weitgefächerten Dienstleistungen und der Freundlichkeit seiner Instrukteure, einen Ort, an dem man lernen und mit anderen zusammen Spaß haben kann.

Beim Rundgang konnte Granma das breite Angebot der Freizeitoptionen würdigen und die Meinung der Leiter, der Arbeiter und der Bevölkerung, die dieses Zentrum besucht, kennenlernen.

Lexy Gaspar Cárdenas, die für den technischen Teil des Projekts verantwortlich ist, sagte uns, dass die Einrichtung über zwei Säle verfügt: einen mit 22 Computer für lokale Spiele oder Spiele im Netz und einen virtuellen Flugzeug- und Autosimulator. Sie erklärte, dass es zu Beginn für das verantwortliche Personal schwierig gewesen sei, die Probleme bei der Konfiguration zu lösen. Daraufhin habe man beschlossen, die Einrichtung kurzfristig zu schließen, bis alle entsprechend unterwiesen waren.

„Jetzt bietet der Komplex außerdem die Gratiskopie des audiovisuellen Pakets „Mi mochila“ (mein Rucksack) an, das Informationen über Kuba und das Ausland enthält, berät über die Umsetzung, bietet Unterstützung bei Informatikproblemen an und verkauft Antivirenprogramme mit kostenloser Aktualisierung. In Zukunft ist auch ein Service zur Miete von Tablets geplant“, führte Gaspar Cárdenas aus.

 Der stellvertretende Direktor für Computerisierung der Provinzleitung der Joven Clubs Arturo Jiménez Esquivel erklärte, dass für die Nutzung der Mehrheit der technologischen Optionen die Personen sich im im System der Joven Clubs registrieren müssten. „In den Sälen eröffnen die Instrukteure für jeden User ein Konto, das es ihm ermöglicht, die verschiedenen Dienste in Anspruch zu nehmen und das für alle Computersäle des Landes gültig ist. Die Kunden haben einen Zeitkredit, den sie aufladen können. Zum Beispiel kann man für 10 kubanische Pesos (CUP) fünf Stunden spielen. Wenn nicht alles aufgebraucht wird, kann es beim nächsten Besuch benutzt werden.“

Die Einrichtung wird von Personen aller Altersstufen besucht, aber hauptsächlich von 10 bis 16 Jährigen. Lester García Torres, die wichtigste Fachfrau bei Hola Ola sagte uns: „Den Jugendlichen gefällt besonders, ins nationale Netz zu gehen können, das wifi Etecsa und die Aktions- und Strategiespiele; aber das, was am meisten verlangt wird, sind virtuelle Spiele“.Auch die Kleinen haben ihren Raum. Sie mögen elektrische Autos, das klassische Brettspiel Parchís, Dame und Schach.

Das breite gastronomische Angebot zu mäßigen Preisen in nationaler Währung zieht das jugendliche Publikum und ganz allgemein die kubanische Familie an, die dort eine ganze Weile verbringt. „Die Einrichtung ist von Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Es gibt eine Eisdiele, einen Grill, zwei Snackbars und die Bar mit Aussicht, die Getränke ohne Alkohol ausschenkt“, erzählt die stellvertretende Leiterin Yadira Ducasal Padilla.

„Für die Zukunft sind weitere Aktivitäten geplant: Auftreten von Künstlern, Projekte ähnlich dem „Cubanos en la Red“ (Kubaner im Netz), ein literarisches Café und ein Zentrum für Videospielturniere“, führte sie weiter aus.

Die befragten Besucher lobten die Umwandlung der Lokalität und die Qualität des Angebots sowie die Freundlichkeit der dort Arbeitenden. „Mir gefällt es, weil es anders ist. Es gibt mehr Geräte und die Intrukteure helfen uns, wenn wir nicht weiter kommen. Ich bin seit der Eröffnung jedes Wochenende hier“, sagte uns der 18jährige Rey Vincent Hernández.

„Der Ort ist sehr angenehm und da gibt es sowohl Spiele für jüngere Kinder als auch für ältere“, wir kennen den Ort von früher und er ist wirklich viel besser geworden“, „die Qualität der Angebote ist gut“, „ich habe mich gut unterhalten, es wäre gut, den Ort weiter zu empfehlen, dass noch mehr Leute kommen“, äußerten sich andere Besucher.

Jetzt müssen wir nur aufpassen, dass alles dort pfleglich behandelt wird. Das aber ist nicht nur die Aufgabe des dort arbeitenden Personals, sondern von allen, die diesen Ort einer gesunden Freizeitgestaltung schätzen.