OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
So sieht Puriales de Caujerí aus. Photo: Jorge Luis Merencio

Behörden des Landes und des Gebiets machen sich heute daran, auf dem Luftweg die Hauptortschaft des Kreises Maisi zu erreichen, um die Wiederaufbauarbeiten zu unterstützen und zu versuchen, nach dem Durchzug von Hurrikan Matthew die Verbindung über Land wieder herzustellen. Beschädigte Brücken und Straßenabschnitteverhindern, dass Kräfte zur Unterstützung und Ressourcen die vom Hurrikan Geschädigten erreichen. Daher habe deren schnellst mögliche Reparatur oberste Priorität, erklärte der stellvertretende Minister der Revolutionären Streitkräfte, Armeekorpsgeneral Ramón Espinosa im Verteidigungsrat des Kreises.

Bis jetzt kann man nur zu einenm kleinen Abschnitt dieses Kreises im äußersten Osten Kubas vordringen. Dabei muss man angeschwollenen Flüssen, umgestürzten Masten und Bäumen, gefallenen Kabeln und anderen Hindernissen ausweichen, die die Kräfte des Hurrikans oder die Wut des Meeres dorthingetrieben haben.

Eine alte Frau von 95 Jahren betrachtet vom Stamm eines umgestürzten Baumes aus ihr Haus, das völlig zusammengebrochen ist. Sie gesteht Prensa Latina: „Ich erinnere mich noch an Flora, der war auch sehr stark, aber nichts gegen diesen; aber was sollen wir machen? Das Leben geht weiter und ich kann mich nicht erinnern, dass der kubanische Staat jemals jemanden im Stich gelassen hätte.“

Häuser ohne Dächer, zerstörte Wände, Kleidung und Gegenstände, die in der Sonne trocknen, das ist das Bild, das sich jenen bietet, die es aus beruflichen Gründen wagen, die 50 km zu gehen, die sie vom Dorf Boca de Jauco trennen, dem einzigen Ort in Maisi, den man über eine Straße erreichen kann.

Bilder der Verwüstung, die schon allein genügen, um das Ausmaß der Schäden deutlich zu machen, die Hurrikan Matthew während seines Aufenhalts auf diesem Teil des kubanischen Archipels angerichtet hat.

Gleichzeitig beeindruckt der Optimismus und die Solidarität der Geschädigten, von denen man immer den einen Satz hören kann: „Herr Journalist, das wichtigste ist doch, dass wir leben“ und es ist wirklich so, dass trotz der vernichtenden Kraft dieses Hurrikans kein Menschenleben zu beklagen ist.