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Dutzende Busse und andere Transportmittel wurden zur Verfügung gestellt, um die Menschen zu evakuieren. Photo: Jorge Luis Merencio

GUANTANAMO — Am Montag sind tausende Menschen in den Evakuationszentren eingetroffen, die der kubanische Staat zum Schutz der Bevölkerung einrichtete. Dies ist eine der bedeutendsten Maßnahmen, die in der Provinz getroffen wurden, um die möglichen Schäden durch den Orkan Matthew einzudämmen.

Hunderte Transportmittel, Fahrer, Abgeordnete der Wahlkreise, Vorsitzende der Volksräte, Mitglieder der Räte der Zivilverteidigung und anderes Personal unterstützten diese so wichtige Aufgabe, die für den Schutz des menschlichen Lebens entscheidend ist.

„Mein Haus bietet keine genügende Sicherheit, um die starken Winde und den intensiven Regen auszuhalten, die uns Matthew bringt, also habe ich sofort beschlossen, mich zusammen mit meinem Sohn und meinem Ehemann in dieses Evakuierungszentrum der Universität der Medizinischen Wissenschaften zu begeben“, sagt uns Milagros Heredia Frómeta aus der Ortschaft El Jazmín, die nordöstlich von der Stadt Guantanamo liegt.

„Für uns ist das nichts Neues. Wir sind schon andere Male evakuiert worden und immer wurden uns die unbedingt notwendigen Lebensbedingungen abgesichert: ein Bett, Verpflegung, medizinische Betreuung, was für mich sehr wichtig ist, da ich Asthmatikerin bin und noch andere gesundheitliche Probleme habe.“

In dieses Evakuierungszentrum der Universität der Medizinischen Wissenschaften wurden außer aus El Jazmín auch Menschen aus dem daneben gelegenen Los Mangos und aus Carreterita aufgenommen, einer Ortschaft aus dem Gebiet von Caimanera.

Nach Angaben des Rates der Zivilverteidigung der Provinz müssen mehr als 179 000 Menschen dieses Territoriums in den Häusern von Angehörigen, Nachbarn oder Freunden Schutz suchen. Es stehen 160 Evakuierungszentren zur Verfügung.