OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Das Unternehmerforum fällt mit dem 15. Jahrestag des Integralen Kooperationsabkommens zusammen. Photo: Jose M. Correa

Die Anwesenheit einer Delegation von 71 venezolanischen Unternehmern in Kuba, die an dem an diesem Donnerstag in Havanna eröffneten Geschäftsforum teilnimmt, macht das Interesse beider Länder an der Erkundung neuer Facetten bei den bilateralen Beziehungen deutlich.

Das langfristige Ziel sei, breitgefächertere Handelsbeziehungen aufzubauen und das bestehende Potential zu erforschen“, sagte der stellvertretende Minister Venezuelas für Wirtschaftliche Zusammenarbeit Ramón Gordils in seinem Redebeitrag auf der Eröffnungssitzung im Hotel Nacional.

Gordils, der auch Präident der Bank für Außenhandel Venezuelas (Bancoex) ist, wies darauf hin, dass das Treffen, an dem auch der Botschafter Venezuelas in Kuba, Alí Rodríguez Araque teilnahm, mit dem 15. Jahrestag des Integralen Kooperationsabkommens zusammenfalle und man deshalb beschlossen habe, in den Jahresplan dieses Abkommens ein Programm zu Förderung der Unternehmen einzubeziehen.

Der Präsident der kubanischen Handelskammer Orlando Hernández Gui­l­lén drückte das Interesse Kubas aus, die Handelsbeziehungen auf das Niveau der politischen Beziehungen anzuheben.

Er hob hervor, dass sich die Teilnahme Venezuelas an den Internationalen Messen in Havanna erheblich verstärkt habe und sagte gleichzeitig, dass er anstrebe, dass die Unternehmer dieses südamerikanischen Landes einen breiteren Raum im kubanischen Markt einnehmen.

Vor Eröffnung des Treffens hatte Hernández Guillén Granma mitgeteilt, dass dies ein Forum sei, das die Beziehungen im Unternehmensbereich (öffentlich und privat) mit Venezuela antreiben solle.

„Wir haben bereits seit vielen Jahren durch das Kooperationsabkommen enge Beziehungen auf Regierungsebene entwickelt“, sagte er weiter und man versuche jetzt, einen bestimmten Grad an Beziehungen unter anderem im Bereich Gesundheit, Bauwesen, Industrie und Chemie anzukurbeln.

Viele der Unternehmer nahmen zum ersten Mal an einem Treffen dieser Art teil, auch wenn sie bereits Geschäfte mit Kuba unterhalten. Dies ist der Fall bei 44 Unternehmen, die sich in Bereiche wie Bauwesen aufgliedern und die mit Pétroleos de Venzuela S.A. (PDVSA) in Verbindung stehen.

DerVizepräsident für Industrielle Entwicklung bei diesem staatlichen venezolanischen Unternehmen Valmore González sagte, dass auch wenn sie zum ersten Mal in Kuba seien, setzten sie doch auf eine Handelsbeziehung, um Ausrüstung und Material zu liefern und die Einfuhr von nicht traditionellen Devisen nach Venezuela zu ermöglichen.

Der Unternehmer sagte, dass er drei joint venture Unternehmen in Venezuela und zwei in Kuba repräsentiere, eines davon für die Herstellung von Zement in Santiago und ein anderes zur Herstellung von Mörtel in Artemisa.

Es bestehe dort eine Exportkapazität, die im Rahmen dieser brüderlichen Politik des Austausches, die bereits seit vielen Jahren zwischen beiden Ländern besteht, eine Unterstützung für das kubanische Volk sein könne, fügte er hinzu.

Der Repräsentant von Zoe Automotriz, Alfredo Hernández, sagte, dass er hoffe, eine Verbindung mit einem kubanischen Unternehmen für Reinigungsmittel einzugehen. Sein Unternehmen widme sich dem Verkauf von Waschmitteln, Reinigungsmitteln ohne Chlor, neutralen antibakterielle Mitteln, Desinfizierungsmitteln etc. Jede Art von für beide Seite praktikablen und dauerhaften Geschäften sei ihm willkommen.