OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

GENF – Kuba rief im Rahmen eines Ministertreffens der Bewegung der Blockfreien dazu auf, die Ansprüche der Länder des Südens innerhalb der Internationalen Arbeitsorganisation ILO voranzutreiben.

„Die Bewegung hat ein großes Potenzial um substantiell zu den Diskussionen beizutragen, zu denen wir in diesen Tagen aufgerufen werden“, sagte die kubanische Ministerin für Arbeit und Soziale Sicherheit, Margarita González, bei einem Treffen im Rahmen der 105. Internationalen Arbeitskonferenz in Genf.

In diesem Zusammenhang bezog sie sich auf die breitgefächerte Mitgliederschaft, die Vielfalt und die Erfahrungen und Tradionen im politischen, sozialen und kulturellen Bereich.

González betonte die Notwendigkeit, dass die Blockfreien innerhalb der ILO mit größerer Dynamik die Themen, die für die Länder des Südens von Bedeutung sind, wie Demokratisierung des ILO Verwaltungsrats (das höchste Entscheidungsorgan in der Periode zwischen den Konferenzen) vorantreiben müssten.

Sie erwähnte auch Themen wie die Reform der Arbeitsmethoden und der Arbeitsweise der Organe, die mit der Überwachung und der Erfüllung der Internationalen Normen durch die Regierungen beauftragt sind. Sie soll dazu führen, dass die Diskussionen und die Entscheidungen auf der Basis der Prinzipien der Transparenz, Objektivität, Unparteilichkeit und Nicht-Politisierung vonstatten gehen.

Die Ministerin bekräftige das Engagement Kubas bei der Verteidigung der Positionen der Blockfreien innerhalb der ILO und sprach sich für eine größere Einheit und bessere Kooperation zwischen den Mitgliedsstaaten aus, damit die Interessen und Prioritäten der sich in der Entwicklung befindlichen Länder im Rahmen dieser Organisation berücksichtigt würden.

Die Minister, die am Treffen teilnahmen, stimmten einem Erklärungsentwurf zu, in dem die Position dieser Staatengruppe zu den für sie wichtigsten Themen im Bereich der Arbeitswelt dargelegt werden.

Das Dokument enthält eine Verurteilung der Anwendung unilateraler Zwangsmaßnahmen, die sich negativ auf die Ausübung des Rechtes auf Entwicklung und des Rechtes auf Arbeit auswirken, heißt es in einem Kommuniqué der Ständigen Mission Kubas in Genf. (PL)