OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Estudio Revolución

„Kuba ist immer eine Inspiration für den Kampf unserer Völker gewesen“, sagte am Freitag der Präsident Boliviens, Evo Morales, als er in einer von Armeegeneral Raúl Castro Ruz präsidierten Zeremonie den José-Martí-Orden, die höchste Auszeichnung, die der kubanische Staatsrat vergibt, entgegennahm.

In seiner Dankesrede im Revolutionspalast versicherte der erste indigene Staatschef Boliviens, dass die Insel ein Beispiel für Einheit und antiimperialistischen Kampf sei.

Die erreichten Leistungen der kubanischen Bevölkerung in den Bereichen Gesundheit und Bildung seien ein Modell für die Völker der Welt, sagte der Staatschef und dankte für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

An anderer Stelle äußerte er seinen Respekt und seine Bewunderung für Fidel, Raúl und das kubanische Volk.

Er sagte auch, dass die Vereinigten Staaten versucht hätten, die Karibik-Insel zu isolieren, sich aber bei diesem Versuch nur selbst isolierten, weil „die ganze Welt Kuba beisteht“.

In Bezug auf die Situation in der Region sagte er, dass es noch offene Fragen gebe und wies in diesem Sinne auf die historische Forderung der südamerikanischen Nation nach einem souveränen Zugang zum Meer hin. Eine weitere noch offene Frage sei die Rückgabe des illegal von den USA besetzten Gebiets in Guantanamo.

„Die Integrationsprozesse, die wir konsolidieren, wie die CELAC, sind das große Werk von Lula, Kirchner, Chávez und Fidel“, sagte Morales und betonte, dass es ein Prozess zur Befreiung von Lateinamerika sei.

Als er das Dekret der Ordensverleihung verlas, betonte der Sekretär des Staatsrates Homero Acosta den Werdegang von Morales als Protagonist des Kampfes gegen den Neoliberalismus.

„Er ist ein wahrer Vertreter seines Volkes“, sagte Acosta, der auch hervorhob, dass Evo „in außerordentlicher Weise zur Rettung Unseres Amerikas und zu den Integrationsprozessen beigetragen hat“.

Er wies auch auf seine enge Freundschaft mit dem Führer der kubanischen Revolution, Fidel Castro, als „Ausdruck der historischen und unzerstörbaren Bande zwischen den beiden Nationen“ hin.

„Diene diese Anerkennung als ein Zeichen des Respekts und der Zuneigung des kubanischen Volkes für das bolivianische Volk und für Sie“, schloss Acosta.

Zuvor hatten der Außenminister Boliviens, David Choquehuanca, und der kubanische Minister für Auslandsinvestitionen, Rodrigo Malmierca, eine Vereinbarung unterzeichnet, die der Förderung und Entwicklung von Programmen in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Kultur dient.

Der Vertrag wurde in Anwesenheit der Staatsoberhäupter von Bolivien und Kuba, Evo Morales und Raúl Castro, unterzeichnet.