OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Man sagt, dass wenn Landwirtschaft und Baseball etwas gemeinsam hätten, es das sei, dass bei beiden Themen sich alle Kubaner als Experten fühlten. Bei so viele Meinungsführern auf beiden Seiten fehlen die Schiedsrichter.

Sicher ist, dass fast gleichzeitig mit dem Bekanntwerden der neuen Maßnahmen, die die Kommerzialisierung landwirtschaftlicher Produkte zum Schwerpunkt haben,und in der Außerordentlichen Offiziellen Gazette Nr. 15 veröffentlicht wurden, eine Menge Erwartungen in der Bevölkerung geweckt wurden.

Was die logische Kritik an der Spekulation angeht, die die landwirtschaftlichen Produkte umgibt, fügt sich daran eine weitere Spekulation an – eine volkstümliche – wie weit nämlich diese Ordnungsmaßnahmen real kurzfristig dem nahe kommen, was man anstrebt, ob „das nicht mehr vom dem ist, was wir schon kennen“, und dass, wenn bei den betroffenen Bauernmärkten das Sprichwort von „den neuen Besen“ nicht mehr wirkt, die bekanntlich nur am Anfang gut fegen, die alten Probleme wieder zurückkkehrten.

Es gibt sogar solche, die an der Existenz des notwendigen produktiven Rückhalts glauben, der notwendig ist, um bei der Nachfrage die von den kommerziellen Einheiten und der Bevölkerung ausgeht, eine nachhaltige Versorgung gewährleisten zu können... Und so gibt es eine ganze Anzahl von Besorgnissen.

Dieses Mal schlägt Granma vor, diese Verfügungen, die gestern in Kraft traten und die einen großen Teil der Märkte im ganzen Land betreffen, noch einmal zu studieren. Laut dem landwirtschaftlichen Direktor des Landwirtschaftsministeriums (Minag), Enel Espinosa Hernández habe man, bevor die fraglichen juristischen Normen in Kraft gesetzt wurden, die verschiedenen Organe, Gremien und wirtschaftlichen und sozialen Akteure einer Schulung unterzogen.

Innerhalb des Systems des Minag, das das Hauptobjekt und –subjekt dieser vorgesehenen Veränderung ist, nahmen auf nationaler Ebene, die Hauptstadt ausgenommen, 241 Unternehmen, 160 Bezirksdelegationen und 3.708 Produktionstätten teil. Was die Betriebe des Einzelhandels in diesem Bereich angeht, waren 515 Bauernmärkte und 2.387 Verkaufsstellen beteiligt, für eine Summe von 2.902 Einrichtungen, die besagte Politik der Höchstpreise für den Verkauf an die Bevölkerung anwenden.

Was Havanna angeht sind 106 Bauernmärkte, 182 an andere Produktionsformen vermietete Märkte, 35 Verkaufsstellen von staatlicher Produktion und neun Märkte vom EJT.

Wenn auch die jetzigen Maßnahmen darauf zielen, allmählich die Kaufkraft des kubanischen Peso zu erhöhen, liegt ihr wichtigstes Ergebnis im Angebot eines Sicherheitsmechanismus, des Verbraucherschutzes und sie sind für die gedacht, die mit dem Fuß auf der Scholle die Herausforderung vor sich haben, verlässlich mehr zu produzieren sowie die millionenschweren Importrechnungen für Nahrungsmittel auf Null zu reduzieren. Hinzu kommt, dass Perspektiven geschaffen werden können, die Erfahrungen gestaffelt und progressiv auf andere Zweige auszudehnen.

All das reagiert auf die Perfektionierung der Einzelhandelspreise dieses Sektors – ein Prozess von mehr als einem Jahrzehnt – sowie die Anhebung des Vorratsniveaus der Produkte mit größter Nachfrage und die Setzung von Höchstquoten, was etwas kosten kann.

Warum sind die Bauernmärkte von Angebot und Nachfrage (MAOD, die von Privatleuten betriebenen und die ambulanten Händler davon ausgenommen? Wie kann man verhindern, dass diese sich auf diesem Weg mit Produkten mit festgelegten Höchspreisen versorgen und sie später mit Gewinn weiter verkaufen? Wer überwacht vor Ort das Qualitäts-Preisverhältnis und verhindert, dass etwas als zweitklassiges Produkt eingekauft und als Spitzenprodukt verkauft wird?

Der Schlüssel für diese Zweifel stehen in dem Abschnitt, der die Regierungsorgane und – instanzen ermächtigt, in dem Bereich, für den sie zuständig sind, die Zügel in die Hand zu nehmen und Verzerrungen bezüglich der Normen zu vermeiden, die sich täglich ergeben können.