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HAVANNA – Rund eine Million Menschen sind in Kuba weiterhin vom Phänomen der Trockenheit betroffen, unter dem das Land seit Ende 2014 leidet. Dies verlautete aus Quellen des Nationalen Instituts für Wasserressourcen (INRH).

Abel Salas, Erster Vizepräsident des Instituts, erklärte vor der Presse, dass zurzeit etwa 70.000 Personen ihr Wasser von Tankwagen geliefert bekämen, da sie von bereits untauglich gewordenen Bezugsquellen abhängig seien, die sich größtenteils in Santiago de Cuba befänden, der Provinz, die von dem Wetterphänomen am stärksten betroffen sei.

Andere würden über die Zyklen des Wasserversorgungsnetzes beliefert, sagte der Beamte, der überdies Erläuterungen zur Wirksamkeit der Maßnahmen abgab, die das Land getroffen hat, um der Trockenheit zu begegnen.

In unlängst erfolgen Deklarationen zum Thema war die Ziffer von 260 Bezugsquellen veröffentlicht worden, die – hauptsächlich auf dem Territorium Santiagos – entweder total oder teilweise versiegt sind.

Obwohl die Vorhersagen im Hinblick auf Niederschläge für den Mai, den ersten Monat der Regenzeit, als günstig anzusehen seien, müsse man immer noch die mit der Trockenheit verbundenen Risiken im Auge behalten. Außerdem müsse man verstärkt auf einen maßvollen Wasserverbrauch achten, fügte Salas hinzu.

Unter den Aktivitäten, die, vor allem in den am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Provinzen, die Auswirkungen des Phänomens lindern sollen, ist eine Verlängerung der Versorgungszyklen, gekoppelt an die Konstruktion neuer, gerade im Entstehen begriffener Gerätschaften, und die Inkraftsetzung des Programms zur Behebung von Lecks. (ACN)