OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Mitarbeiter des Gesundheitsbreichs hielten die Ehrenwache ab. Foto: Amado de la Rosa Labrada

MANZANILLO, Granma - Mit dem Schmerz, der immer mit dem Abschied von einem geliebten Menschen verbunden ist, wurde am Donnerstag im Namen von ganz Kuba, dem Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Leonardo Ortiz Estrada die letzte Ehre erwiesen, der am Samstag Opfer des Erdbebens wurde, das Ecuador heimsuchte.

Im Pantheon der für die Verteidigung Gefallenen in der örtlichen Nekropolis fanden die sterblichen Überreste des Arztes ihre letzte Ruhe.

Familienangeörige, Ärzte, Krankenschwestern und andere Mitarbeiter des Gesundheitsbereiches führten den Zug zur Begräbnisstätte an. Leonardo Ortiz Estrada war 53 Jahre alt und arbeitete und wohnte zuletzt in Santa Clara. Vorher hatte er bereits internationalistische Missionen in Lesotho und Venezuela ausgeführt und seit 2014 arbeitete er zusammen mit seiner Ehefrau der Doktorin Bárbara Cruz, die ebenfalls bei dem Erdbeben ums Leben kam, in Ecuador.

Um seinen mit der kubanischen Fahne bedeckten Sarg waren Kränze angebracht, die vom Gesundheitsministerium, dem Komitee der Partei der Provinz Granma und der Nationalversammlung der Provinz geschickt worden waren.

Die Doktorin Idalmis Barista Reyes würdigte Leo als einen „Arzt ohne Fehl und Makel, einen ausgezeichneten Arbeiter und Freund, herzlich und aufmerksam jedem gegenüber, aber besonders zu den Patienten, die ihn aufsuchten.“

Ein Arbeitskollege in der Poliklinik Martha Abreu in Santa Clara sagte, dass die beste Art ihn zu ehren, sei, „seine Arbeit fortzuführen und Leben, Solidarität und Humanismus zu geben, so wie er es in jedem Land getan hat, das unserer Dienste bedarf“.

In einer aus Ecuador von der dortigen Chefin der medizinischen Mission Maria Isabel Martínez Martín übersandten Botschaft heißt es, dass „die solidarischen und revolutionären Prinzipien und die Hingabe, mit der er seine Arbeit verrichtete, diesen Kollegen, von dem wir uns heute unter Schmerzen verabschieden, auszeichneten, und in jenen, die zu diesem ruhmreichen Kontingent der weißen Kittel gehören, weiterleben.