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HAVANA - Die Rebellen der FARC-EP sagten am Mittwoch, dass es mit Paramilitarismus keinen Frieden in Kolumbien geben werde, und drängten die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos, gegen diese Geißel vorzugehen, die den Friedensprozess bedroht.

Im Kontext der seit 2012 in der kubanischen Hauptstadt geführten Friedensgespräche mit der Regierung von Santos, wiesen die Revolutionären Streitkräfte von Kolumbien-Volksarmee (FARC-EP) „auf die jüngsten, von weiterhin frei und ungestraft handelnden paramilitärischen Banden erzwungenen „Streiks“ in mehreren Departamentos hin“.

Kommandant Pablo Catatumbo sagte: „Es kann nicht sein, dass, während auf der einen Seite die bevorstehende Unterzeichnung eines endgültigen Friedensabkommens angekündigt wird, auf der anderen politischen Kräfte und deren kriminelle Gruppen ein neues Blutbad für Kolumbien vorbereiten und im Voraus feiern.“

Niemand, der für Frieden und wirkliche Demokratisierung im Land sei, könne indifferent oder unbeweglich bleiben angesichts dessen, was vor den Augen aller passiere, fügte er hinzu.

Catatumbo sagte, es sei „an der Zeit, dass Präsident Santos, seine Regierung und die anderen Staatsgewalten ihre Verantwortung für die Zukunft der neuen Generationen übernehmen. Sie sollten alles in ihrer Macht Stehende bewegen, um ihre Berufung für den Frieden und eine politische Lösung zu ratifizieren.“

Die Antwort der guten Menschen des Landes müsse die vier Ecken des Landes schütteln, sagte der Rebellenführer, der angesichts des Auftretens des Paramilitarismus auch die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für den Friedensprozess forderte.

Von der Regierung und ihren bewaffneten Kräfte müssten echte und wirksame Maßnahmen verlangt werden, die den Stimmen und Waffen der Mörder endgültig den Weg verschießen. Der Staat und seine Institutionen sollten mit Taten zeigen, dass sie wirklich abseits der kriminellen Wut stehen, die Kolumbien betrifft. Nur dies könne den Frieden Wirklichkeit werden lassen, fügte er hinzu.

In diesem Sinne sagte der Guerilla-Kommandant, dass am Verhandlungstisch in Havanna die Vereinbarung über Paramilitarismus und Sicherheitsgarantien nicht weiter verzögert werden dürfe.

Die Botschaft für das Land und die Welt müsse eindeutig sein. Mit paramilitärischen Gruppen, Verbrechen und Attentaten, mit Drohungen und Terror könne es keinen Frieden geben, sagte er. (PL)