OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Internationale Presseorgane boten eine umfassende Berichterstattung vom gestrigen ersten Besuchstag Barack Obamas in Kuba. Der Präsident der Vereinigten Staaten wird von seiner Familie, Mitgliedern des Kabinetts und einer Gruppe von Kongressabgeordneten und Unternehmern aus den USA begleitet.

Die spanische Tageszeitung El País berichtete vom Abflug des Präsidenten in der “Air Force One” mit Ziel Havanna, während die New York Times eine Fotoreportage ihrer Sonderberichterstatter veröffentlichte; in einem ihrer Artikel hieß es, die Reise des Amtsinhabers habe „eine symbolische Bedeutung, weil sie den Anfang einer neuen Ära in den Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten darstellt, wodurch die Türen für Reisen und den Handel geöffnet werden können“.

El Clarín gewahrte in der Ankunftsszene ein Klima enormer Erwartungen und bezeichnete Havanna als bereit, einen Moment zu erleben, der Generationen von Kubanern und US-Amerikanern als historisch im Gedächtnis bleiben werde.

USA Today, The Washington Post sowie andere Zeitungen der Vereinigten Staaten hoben die Wichtigkeit der Reise Obamas nach Kuba hervor, der ersten, seit 1928 US-Präsident Calvin Coolidge in Havanna war, um an einer internationalen Konferenz teilzunehmen.

„Präsident Barack Obama hat eine historische Reise nach Kuba angetreten, auf die das kubanische Volk mit einer Mischung aus Hoffnung und Vorsicht blickt, wenig mehr als ein Jahr, nachdem man sich, nach 5 Jahrzehnten, in denen das Band zerrissen war, darauf geeinigt hatte, die bilateralen Beziehungen zu normalisieren“, schrieb La Jornada in ihrer digitalen Version.

Die englische Agentur BBC bezeichnete, wie die Mehrheit der Medien, den Besuch als historisch und erinnerte daran, wie Präsident Dwight Eisenhower die diplomatischen Beziehungen abbrach und Kuba Wirtschaftssanktionen auferlegte, die unter seinem Nachfolger John F. Kennedy 1962 konsolidiert wurden.

The Hill, spezialisiert auf Kongress-Themen, wies darauf hin, dass Obamas Aufenthalt in Kuba seine Entscheidung stärke, die neue Politik des Weißen Hauses unumkehrbar zu machen und Bedingungen zu schaffen, die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade aufzuheben, bevor er im Januar 2017 sein Mandat beendet.

Ein weiteres Beispiel ist die Tageszeitung The Christian Science Monitor, in der es hieß, dass die Kuba mehr als ein halbes Jahrhundert lang auferlegte Blockade nicht funktioniert habe und die neue Politik Obamas der Größten der Antillen gegenüber die Unterstützung breiter Geschäftssektoren habe, insbesondere die der Landwirtschaft und der Tourismusindustrie.

Die Zeitung El Mundo erklärte, dass dieser Besuch symbolischer als der vor 88 Jahren von Präsident Coolidge sei, denn der Obamas gelte keiner internationalen Konferenz, sondern sei ausdrücklich dazu gedacht, mit der kubanischen Regierung zusammenzutreffen.

Andere Medien rückten die Agenda des US-Präsidenten in Havanna in den Mittelpunkt. Das Finanzportal El Economista hob hervor, dass am kommenden Dienstag der Präsident der Vereinigten Staaten die Gelegenheit haben werde, sich bei einer Rede im Theater Alicia Alonso, die vom kubanischen Fernsehen übertragen wird, an das kubanische Volk zu wenden.

Reuters betonte die Fortschritte, die beide Administrationen gemacht hätten: „Beide Regierungen haben ihre diplomatischen Beziehungen wiederhergestellt, und unter anderem Handelsabkommen über Telekommunikation und Luftverkehr unterzeichnet.“