OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

In Kuba ist der erste importierte Fall des Zika-Virus diagnostiziert worden. Dabei handelt es sich um eine 28jährige venezolanische Ärztin, die am 21. Februar 2016 aus dem Bundesstaat Aragua kommend zu einem postgradualen Studium der Gastroenterologie in das Land eingereist ist. Sie ist für die epidemiologische Überwachung zusammen mit 37 anderen Ärzten im Studentenwohnheim Machurrucutu, Gemeinde Bauta, Provinz Artemisa, untergebracht.
Am 22. bekam sie leichtes Fieber von 37,5 Grad Celsius und in den Abendstunden des 23. Februar Ausschlag im Gesicht und am Oberkörper sowie Arthralgie (Gelenkschmerzen), woraufhin sie am 24. ins Institut für Tropische Medizin „Pedro Kouri“ eingewiesen wurde, wo sie im Krankenhaus liegt. Von diesem Tag an hat sie kein Fieber mehr, weist einen guten Allgemeinzustand auf, der Ausschlag ist verschwunden und sie hatte keine Konjunktivitis.
Zur Vorgeschichte gab sie an, dass bei ihrem Mann vor zwei Monaten Zika diagnostiziert wurde und auch ihr Schwager zwei Wochen vor ihrer Reise die Krankheit hatte.
Am 25. Februar ergab der Real-Time-PCR-Test einer zum Zeitpunkt der Aufnahme der Patientin gemachten Probe einen negativen Befund auf das Zika-Virus. Die Probenahme wurde aber am 28. Februar wiederholt, da das Ergebnis nicht dem klinischen Bild und der epidemiologischen Vorgeschichte entsprach, und ergab am 29. einen positiven Befund.
Bei den anderen Ärzten, die unter Überwachung sind, liegen bisher keine Symptome vor.