OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Die Fertigstellung der Zugangswege zum Park haben heute Priorität. Foto: Leydis María Labrador Herrera

LAS TUNAS – Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu fördern, haben sich heute diverse Länder der Welt zur Aufgabe gemacht. Um die Umwelt zu schützen und die negativen Auswirkungen, die die Erzeugung elektrischer Energie für die Wirtschaft des Landes mit sich bringt, zu reduzieren, setzt Kuba auf diese gangbare und nachhaltige Alternative.

Dies ist der Hauptgrund, warum seit dem Jahr 2007 an der Küstenzone in Las Tunas Studien für den Bau des größten äolischen Parks in Kuba begannen. Die durchgeführten Maßnahmen bewiesen, dass die Windgeschwindigkeit in diesem Gebiet durchschnittlich 6.68 Meter pro Sekunde beträgt, was optimal für das Funktionieren der Windkraftanlagen ist.

Der Park, der mit 174 Millionen Pesos kalkuliert ist, wird zur nationalen Energieversorgung beitragen. Außerdem ziehen die Gemeinden dieser Region ihren Nutzen aus dem Park, da seine Errichtung den Bewohnern der Gegend eine Beschäftigungsquelle bietet, ihnen jetzt die Benutzung von mobilen Telefonen ermöglicht wird, ein Service, der diese Gegend bisher nicht erreicht hatte und es zu einer Verbesserung der Straßen kam.

EINZELHEITEN DES PROJEKTS

Dieser Park wird in der Lage sein 51 MW zu erzeugen.

Jedoch ist für die Montage dieser Geräte eine Reihe Vorbereitungen erforderlich. Dafür gibt es ein Logistikzentrum, das die Arbeiter des Bauministeriums unterstützt, wo der für jede Plattform nötige Beton hergestellt wird. Daran gekoppelt arbeitet man auch am Bau eines Labors, das alles Material, das hier benutzt wird, überprüft.

Andere wesentliche Arbeiten sind die, die den Transport der Ressourcen zum Park und den Verkehrsfluss von Sonderfahrzeugen dorthin garantieren. Im Hafen von Carúpano, wo die aus China importierten Elemente ankommen, war es nötig ein Gebiet wieder herzurichten, das durch Hurrikan Ike in Mitleidenschaft gezogen worden war. Dort wurde auch die Ausgangsstraße zum Hafen umgebaut, damit über vier Meter hohe Teile transportiert werden können.

Heute ist die Zufahrt zum Park vollendet. Dafür war es erforderlich für den Bau der inneren Zufahrtswege ca. 26 km an Terrain herzurichten. Auch die geologischen Studien sind abgeschlossen.

Im Einklang mit den Geboten der nachhaltigen Entwicklung und aufgrund der Tatsache, dass der Park sich auf dem Flugweg von Zugvögeln befindet, enthält das Projekt auch Alternativen, um deren Weiterkommen nicht zu beeinträchtigen.

UNBESTREITBARE VORTEILE

Auch wenn die Inbetriebnahme der Parkes erst für Ende 2017 vorgesehen ist, kann man jetzt schon über die Vorteile sprechen, die er dem Land bringen wird. Der bedeutsamste ist die Einsparung von jährlich 43.000 Tonnen Diesel.

Man muss auch darauf hinweisen, dass dies der erste von zwei Parks ist. Der zweite ist einen Kilometer entfernt und hat 20 Windkraftwerke, aber von höherem Leistungsvermögen.

Der Gesamtbeitrag dieser beiden Parks für die nationale Stromversorgung wird beachtlich sein. So kann zum Beispiel der tägliche Gesamtbedarf der Provinz las Tunas (108 MW) gedeckt werden und es ist noch Energie darüber hinaus vorhanden. Zusätzlich kommt es zu einer bedeutsamen Verbesserung in der Infrastruktur der Elektroverteilerleitungen.

Zweifellos ein ambitioniertes Projekt mit großen Vorteilen für das Volk und den technologischen Fortschritt des Landes.