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Das Land investiert jedes Jahr Millionen von Dollar um die Saatgutqualität der verschiedenen Nutzplanzen zu garantieren. Photo: Efraín Cedeño

Die Verbesserung der Bedingungen auf den Fincas (vor allem in Cienfuegos, Ciego de Avila und Holguin, die am weitesten fortgeschritten sind) und das Anbringen und den Unterhalt von Anlagen z.B für Bewässerung machen einen großen Teil des Investitionsprozesses aus, den das Unternehmen zur Herstellung und zum Vertrieb von Saatgut (EPCS), das zum Landwirtschaftsministerium gehört, zur Zeit durchführt, um sein System wiederzubeleben und   die vertraglich eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen.

Der Generaldirektor des Unternehmens Manuel Rodríguez Izquierdo sagte, dass die Gesamtinvestition sich auf 10 Millionen belaufe, davon 5,7 Millionen in CUC. Sie ist auf vier Jahre ausgerichtet und sieht das Jahr 2017 als Stichtag für seine Durchführung vor.

Auch das nationale Netz dieses Systems zieht einen Nutzen aus diesen Plänen, weil dadurch neue Bewässerungstechniken und ein Typ von Traktoren Einzug halten, die die produktive Arbeit auf einigen Fincas unterstützen, während man gleichzeitig daran ist, bessere Bedingungen für die im Land bereits 11 existierenden Biofabriken zu schaffen.

EPCS zu dem 956 Produzenten gehören, macht seine ersten Schritte zu Erholung und man kann bereits spürbare Verbesserungen erkennen, die sich auch an Zahlen festmachen lassen. Ende 2015 erfüllte das Unternehmen seinen Produktivplan zu 105%.

Dieser Fortschritt ergibt sich auch aus der Produktion von drei Millionen Vitropflanzen, nachdem lange Zeit die Produktion von Saatgut am Boden lag.

Rodríguez Izquierdo sagte, dass andere priorisierte Produkte Blumen und Knoblauch waren.

Zu den Neuheiten, in die investiert wird, gehört der erste Betrieb mit einer neuen Technologie zur Samengewinnung, der in Granma entstehen soll und sich bereits im Bau befindet. Dadurch wird eine bessere Auswahl von Samen möglich, weil ein größerer Ertrag pro Tonne und Stunde erreicht wird und es zusätzlich noch zu einer Humanisierung der Arbeit kommt.

Zukünftig werden Verträge mit ausländischen Firmen über den Export von Vitropflanzen im Bereich Bananen, Zwergguayaba, Yucca und Süßkartoffel abgeschlossen.

Der größte Teil des Bedarfs des Landes an Saatgut kann EPCS erfüllen, aber es gibt Saatgut von Nutzpflanzen, das fast vollständig im Ausland erworben wird, weil es in Kuba nicht möglich ist, dieses Saatgut zu bekommen oder es zu unwirtschaftlich wäre. Das betrifft rote Bete (100%) Kartoffel (82,3%) Rettich (90%) und Zwiebel (99%).

Gemüse wird zu 18,3% im Ausland gekauft, während das gesamte Importprogramm für Saatgut 5,9% beträgt.