OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Cristian Domínguez Herrera

Die ungünstigen Witterungsbedingungen, die die optimale Periode für die Aussaat und den Anbau von Nutzpflanzen begleiten, schaffen eine angespannten Lage für die kubanische Landwirtschaft, was sie aber, aller Voraussicht nach nicht daran hindern wird, die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen.

Diese widrigen klimatischen Bedingungen – häufiger Regen und ein Winter, der sich durch das Ausbleiben von Kälte auszeichnet- führten zu diversen Beeinträchtigungen. Im November konnten nur 3% der Kartoffeln gepflanzt werden, was dazu führte, das man alles auf den Dezember (68%) und auf den Januar (29%) konzentrieren musste.

Dieser Verlauf des landwirtschaftlichen Kalenders und die Konzentration des Anbaus auf praktisch einen Monat wird höchstwahrscheinlich, dazu führen, das alles auf einmal geerntet werden muss. Die wiederum stellt hohe Anforderungen an den Transport und die Lagerung dieser Produkte.

Im Fall der Kartoffel in der Provinz Mayabeque, die Provinz, in der sich die größte Anbaufläche für Kartoffeln befindet (über 1.900 Hektar) wurden aus den oben erwähnten Gründen 80% im Dezember angebaut. Es sollen aber für das Land insgesamt 5 731 Hektar angebaut werden, um die geplanten 120 000 Tonnen Kartoffeln zu erhalten. Ende Dezember war man jedoch erst bei 4.150 Hektar angelangt.

Die Kartoffel ist eine empfindliche Nutzpflanze und kann nur in sechs Provinzen angepflanzt werden. Deswegen ist sie für einen großen Teil der Bevölkerung schwer zu bekommen. Granma fragte den für die Abteilung Nutzpflanzen zuständige Direktor im Landwirtschaftsministerium Enel Espinosa, ob Strategien entwickelt würden, um die geeigneten Anbauflächen zu vergrößern, die Erträge zu steigern und die erhöhte Einfuhr von Saatkartoffeln, die heute bei 99% liegt, zu reduzieren und ob Maßnahmen vorgesehen seien, die Abzweigungen von Kartoffeln zu verhindern, die den illegalen Zwischenhändlern horrende Gewinne in CUC verschafft und ob Pläne bestehen, das staatliche Angebot des Produkts auf Zonen im Osten des Landes auszuweiten, wo diese Knolle praktisch nicht zu sehen ist.

Espinosa antwortete darauf, dass die Anstrengungen darauf konzentriert würden, durch eine Studie über die verschiedenen Sorten, die benutzt werden können, höhere Erträge zu erreichen und so die 120.000 im Plan vorgesehene Anzahl von Tonnen zu erreichen. Er erinnerte daran, dass die letzte Erntesaison die besten Ergebnisse seit 32 Jahren hervorgebracht habe. Man habe die Anbaugebiete in Artemisa, Mayabeque, Matanzas, Cienfuegos, Villa Clara und Ciego de Avila beibehalten, weil dort unter anderem die Bodenbeschaffenheit, der Zugang zu Wasser und eine Tradition beim Anbau dieser Pflanze bestehe.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass man an der vorgeshehenen Anbaufläche festhält und die Pläne mehr oder weniger gleich bleiben werden.

Was die Bohnen angeht, so konnten bei der frühen Aussaat im September wegen der heftigen Regenfälle zu Ende des Jahres weniger geerntet werden. Der Zeitplan für die Tomaten wurde auch durch das Wetter beeinträchtigt. Hier wurde der Plan von 35.000 Tonnen um 20.000 Tonnen unterschritten.