OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Offen und direkt sparchen die Delegierten über die Arbeit der Organisation in den letzten fünf Jahren und die immer noch bestehenden Probleme Photo: Otoniel Márquez

PINAR DEL RÍO – Unter der Prämisse, dass die Partei weiterhin eine starke und wirklich repräsentative Organisation der kubanischen Gesellschaft sein müsse, begannen in Pinar del Rio die Versammlungen, auf denen in Blickrichtung auf den VII. Parteitag Bilanz gezogen wird.

Bei dem Treffen führte der zweite Sekretär des Zentralkomitees der Partei, Ramón Machado Ventura den Vorsitz. Er hob die Erholung des Tabaksektors hervor, der die wichtigste Einnahmequelle dieser Provinz darstelle und entscheidend für das Land sei.

Das bestätigten auch die Redebeiträge verschiedener Delegierten, die feststellten, dass das Wiederbelebungsprogramm wie geplant verlaufe, die Rechtfertigungen, warum Sachen nicht funktionieren ein Ende hätten und es nun nur noch darauf ankomme, mehr mit besserer Qualität zu produzieren.

Es wurden auch damit in Beziehung stehende Themenbereiche berührt, wie die Produktion von Nahrungsmitteln, die Arbeit mit den neuen Generationen und der Bestand an zur Verfügung stehenden Kadern.

Der Erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez betonte, dass die gegenwärtige Lage in ideologischer Hinsicht neue Herausforderung mit sich bringe und dass die Feinde der Revolution versuchen würden, ihnen eine Plattform der neoliberalen kaptalistischen Restauration aufzuerlegen.

Deswegen sei die Heranbildung der neuen Generationen eine große Aufgabe. Sie dürften nicht das historische Gedächntnis verlieren und auch nicht die Formung von Werten wie Fleiß, Verantwortung und Solidarität aufgeben, sagte er.

„Wir wollen Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung erreichen, damit daraus Prosperität entsteht und diese uns hilft das große soziale Werk, das wir entwickelt haben zu erhalten. Wenn wir aber in Zukunft wirtschaftlichen Reichtum haben und ihn nicht gerecht verteilen, unterscheiden wir uns in nichts vom neoliberalen Paradigma.

Deswegen sind die richtige Einstellung, der Geist und die Prinzipien fundamental. Wir streben an, dass das, was den Menschen ausmacht sich nicht dadurch misst, was sie an Materiellem besitzen, sondern durch ihre Werte“, fügte er hinzu.

Díaz-Canel sagte außerdem, man müsse die staatlichen Einrichtungen, die unsere Ideologie verteidigen, stärken, denn man könne nicht zulassen, dass diese es seien, die am schlechtesten funktionieren.

Am Schluss der Versammlung wurde ein neues Provinzkomitee und das Exekutivbüro gewählt. Die erste Sekretärin Gladys Mart´nez wurde in ihrem Amt bestätigt.

Provinz Artemisa zieht Bilanz

ARTEMISA – Die Ergebnisse des landwirtschaftlichen Entwicklungsprogramms und der Zuckerindustrie sowie die Rolle der Partei bei der Verhinderung und Bewältigung von Delikten, die Korruption, die Rechtsverstöße und die Rolle der Partei, wenn es darum gehe, der politisch-ideologischen Subversion entgegenzusteuern waren die zentralen Themen die bei der Versammlung der Provinz Artemisa debattiert wurden.

Der Zuckersektor erholt sich langsam, aber erreicht noch nicht das im Plan vorgesehene Ziel.

Dazu sagte der Vizepräsident des Staatsrats Salvador Valdés Mesa, dass dies der Sektor sei, in dem man am meisten Erfahrung habe und dass die Erholung in diesem Bereich eine absolute Notwendigkeit darstelle. Man könne keine Löhne zahlen, wenn sie nicht durch die Produktion gestützt würden. Man sei immer noch vom Paternalismus durchdrungen und bei der Abschaffung dieser Haltung spiele die Gewerkschaft an der Basis und als Organisation eine wichtige Rolle.

Die Debatte beschäftigte sich auch mit negativen Vorgängen in der Provinz, in die Parteimitglieder und Verwaltungskader involviert waren und die die mangelnde Kontrolle über Ressourcen betrafen und auch mit der mangelnden Vorausschau der Gründe und Bedingungen, die dies begünstigten.