OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Mehr als 50 Jahre lang hat die Blockade die Operationen im Seeverkehr beeinträchtigt Photo: Alberto Borrego

Ein Schiff, auf dem die Flagge irgendeines Landes weht, darf keinen Hafen in den USA anlaufen, wenn sich ein kubanischer Matrose auf diesem Schiff befindet.Theoretisch könnte es schon, aber dann müsste man bereit sein 1.500 Dollar täglich für jedes einzelne Mitglied der Besatzung zu zahlen, solange das Schiff im Hafen liegt und natürlich wäre es der Besatzung verboten, dort an Land zu gehen.

Das ist nur eine der Absurditäten, die die Blockade enthält. Ein Gesetz, das es heute Kuba unmöglich macht, monatlich 500 Matrosen für Handelsschiffe anzuheuern. Zusammen mit dem Umstand, dass ein Schiff, das einen kubanischen Hafen anläuft, ein Minimum von 180 Tagen warten muss, bis es in einem US-Hafen vor Anker gehen kann, hat dies zur Folge, dass nicht alle ausländischen Schiffe bereit sind, Kuba anzulaufen.

So kommt es, dass von den 1.100 Hafenkapazitäten die Kuba (jährlich) als Zwischenstation für Kreuzfahrtschiffe zur Verfügung stehen, wegen der Blockade kaum 11% ausgelastet sind. Dies bedeutet für Kuba einen Verlust von 149,5 Millionen Dollar im Jahr laut offiziellen Daten, die der Generaldirektor der Untenrehmensgruppe für Seetransporte Carlos González Zamora der Presse bekanntgab.

Die Arbeit nicht weniger damit verbundenen Unternehmen werde ebenfalls durch die Blockade beeinträchtigt, sagte er. Ein Beispiel dafür sind die Firmen, die dafür zuständig sind, dass alle Bedürfnisse der Schiffe in den Häfen erfüllt werden. Logischerweise gibt es weniger Bedürfnisse, wenn weniger Schiffe anlegen. Das macht für Kuba einen jährlichen Verlust von etwa 2,2 Millionen Dollar aus.

Ebenso erleidet der Hafenbetrieb dadurch Verluste, dass weniger Reparaturen und Wartung von Schiffen anfällt. Da Ersatzteile oft über Drittländer besorgt werden müssen, verteuert und verzögert dies oft die Reparatur.