
„Bei dem neuen Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Staaten, John Kerry, haben wir in einer konstruktiven und respektvollen Atmosphäre die Schritte besprochen, die beide Länder in Richtung der Normalisierung der Beziehungen zu unternehmen haben, nachdem diese erste Etappe abgeschlossen ist, die auf die diplomatischen Beziehungen ausgerichtet war“, sagte am 14. August der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parilla.
Während einer gemeinsamen Pressekonferenz im Hotel Nacional fügte der kubanische Außenminister hinzu, dass im Rahmen dieser beginnenden neuen Phase vereinbart wurde, eine bilaterale Kommission zu gründen, um die Themen zu definieren, die sofort angegangen werden müssen, darunter noch offene Fragen, von denen einige sehr kompliziert seien und sich in mehr als 50 Jahren angesammelt hätten.
Dazu sagte Rodríguez, dass in den kommenden Wochen Vertreter beider Regierungen zusammenkommen sollten, um die Arbeitsmechanismen dieser Kommission festzulegen.
Auf die Rede Kerrys während der offiziellen Eröffnungsfeier der US-Botschaft Bezug nehmend sagte der kubanische Außenminister, dass es trotz der Existenz von Differenzen möglich sei, einen bilateralen Dialog zu führen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Regierungen zu erhöhen. „Wir sind bereit, zu reden, akzeptierend, dass es schwierig sein wird, uns in einigen Fragen zu einigen.“
Rodríguez wies darauf hin, dass er bei seinem Treffen mit Kerry im Sitz des kubanischen Außenministeriums bekräftigt habe, dass die Aufhebung der Blockade wesentlich sei, um normale Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu unterhalten, ebenso wie die Rückgabe des illegal besetzten Gebiets von Guantánamo.
Außerdem sagte er: „Wir halten es für notwendig, im Thema der Entschädigung für die Schäden, die den Kubanern in mehr als fünf Jahrzehnten der Aggressionen zugefügt wurden, voranzukommen.“
An anderer Stelle seiner Stellungnahme sagte der kubanische Außenminister, dass es der Wille Kubas sei, die Beziehungen unter Berücksichtigung der Achtung der Souveränität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten wieder herzustellen.
Trotz der Differenzen, stellte er fest, sei es „zwischen unseren Regierungen möglich, konstruktive Beziehungen einzugehen, die sich von denen der gesamten bisherigen Geschichte unterscheiden“.
Darüber hinaus wies er darauf hin, dass die Möglichkeit bestehe, mit der Unterstützung unserer Völker und der internationalen Gemeinschaft die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen von Interesse zu erweitern.
„Kuba ist immer dazu offen gewesen, in diesem Geist mit allen in Kontakt zu treten“, sagte er. „Es hat die Touristen begrüßt, die unser Volk kennen lernen wollen, und die US-amerikanische Unternehmen, die die kubanische Möglichkeiten wahrnehmen wollen.“ (Redaktion Granma)








