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Der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, begrüßt den Vizepräsidenten der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform der Volksrepublik China, Lin Nian Xiu. Foto: Alberto Borrego Photo: Alberto Borrego

Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Biotechnologie zwischen Kuba und China seien zu einer Lokomotive der bilateralen Beziehungen geworden und hätten eine gute Zukunftsperspektive, sagte der Präsident von BioCubaFarma während der Eröffnung des 8. Treffens der Gemeinsamen Arbeitsgruppe Biotechnologie Kuba-China.

Der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats, Miguel Díaz-Canel Bermúdez nahm an der Eröffnung des Ereignisses teil, das gestern begann und heute im Hotel Melia Habana endet.

Dieses achte Treffen hat sich zum Ziel gesetzt, ein Resumée der Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre in diesem Bereich zu machen, gemeinsam die Erfolge und die Schwierigkeiten zu analysieren sowie neue Projekte der Zusammenarbeit zu fördern und die Umrisse der zukünftigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern im biopharmazeutischen Sektor festzulegen.

Der Vertreter der kubanischen Seite in dieser Arbeitsgruppe, Dr. Gutiérrez Calzado, dankte China für die Anstrengungen, die es unternommen habe, die Zusammenarbeit auf diesem wissenschaftlichen Gebiet auf ein solch hohes Niveau anzuheben.

„Wir müssen erreichen, dass unsere Arbeit günstige Auswirkungen auf den Gesundheitsbereich beider Länder hat und sie einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung der Lebensqualität und für die nationalen Ökonomien Kubas und Chinas leistet“, sagte Gutiérrez Calzado.

Die Leitlinien der Wirtschaftspolitik des Landes priorisierten die Entwicklung der Ergebnisse im Bereich Biotechnologie, die Ausdehnung ihrer Anwendung auf dass die ganze Menscheit in den Genuss der Ergebnisse komme. „Kuba möchte auf besondere Weise mit China zusammenarbeiten, als Ausdruck der Brüderlichkeit und um die historische, unverbrüchliche Freundschaft zu stärken, die uns eint“, betonte der Präsident von BioCubaFarma.

Lin Nian Xiu hob hervor, dass die Zusammenarbeit der letzten 10 Jahre für beide Seiten vorteilhat gewesen sei.

Photo: Alberto Borrego

Durch die Einrichtung dieser Arbeitsgruppe hätten mehr als 20 chinesische Unternehmen mit Kuba zusammengearbeitet und man sei dabei verschiedene kooperationsprojekte umzusetzen.

Er kündigte an, dass China den Wunsch habe, Produktionswerkstätten in Kuba einzurichten und in der Sonderentwicklungszone Mariel zu investieren. Es habe Interesse daran, die Zusammenarbeit auszuweiten und auch Universitäten und Finanzinstitutionen miteinzubeziehen.

Dr. Mayda Mauri Pérez, zuständig für den Bereich Handelspolitik, internationale Geschäfte und Zusammenarbeit bei BioCubaFarma, wies darauf hin, dass Kuba drei joint-venture Unternehmen in China habe, die einen großen Nutzen bei der Anwendung neuartiger Produkte im chinesischen Gesundheitssektor hätten.

Zwei dieser Unternehmen seien mit der Produktion von Medikamenten zur Krebsbehandlung und Infektionskrankheiten und mit der Herstellung von Impfstoffen befasst, während ein drittes sich der Erarbeitung von Stoffen für den landwirtschaftlichen Bereich widmet.

„Vor Ende des Jahres rechnen wir damit, ein joint venture Unternehmen in Mariel zu haben, das auf die Herstellung von Glykometern und Biosensoren für die Diagnostik von Diabetes Mellitus ausgerichtet ist“, sagte sie.