OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Zuleica Romay, Präsidentin des kubanischen Buchinstituts, eröffnete die Messe. Foto: Juvenal Balan Photo: Juvenal Balán

Der Saal Nicolás Guillén der Festung La Cabaña war am gestrigen Nachmittag Austragungsort der Eröffnungsfeier der vierundzwanzigsten Ausgabe der Internationalen Buchmesse (FIL), die ihre Türen heute für die Öffentlichkeit eröffnet und noch bis zum 22. Februar in Havanna andauert, bevor sie ihren Weg durch die Provinzen des Landes aufnimmt.

Auf der Eröffnungsfeier des größten Kulturereignisses der Insel zugegen waren der erste Vizepräsident des Staats- und des Ministerrates, Miguel Díaz-Canel Bermúdez; Esteban Lazo, Präsident der Nationalversammlung der Volksmacht; Mercedes López Acea, Vizepräsidentin des Staatsrates und Erste Sekretärin der Partei in Havanna, die alle Mitglieder des Politbüros sind; Roberto Montesinos, Abteilungsleiter des Zentralkomitees; Julián González Toledo, Minister für Kultur; Abel Prieto und José Ramón Fernández, Berater des kubanischen Präsidenten; Miguel Barnet, Vorsitzender des Verbandes der Schriftsteller und Künstler Kubas; der Botschafter Indiens in Kuba, C. Rajasekhar; die Helden Antonio Guerrero, Gerardo Hernández und Ramón Labañino; sowie Autoren, Redakteure, Künstler und Intellektuelle aus dem In- und Ausland.

„Es ist eine große Ehre für Indien, das erste asiatische Land zu sein, das zu dieser Buchmesse eingeladen wird, an der Intellektuelle aus 35 Nationen teilnehmen“, sagte im Namen seines Landes Ravindra Singh, Staatssekretär für Kultur Indiens.„Während der Messe werden die Kubaner mit der kulturellen Vielfalt von Indien in Beziehung treten“, sagte der Beamte, der darauf hinwies, dass 13 Verlage seines Landes an der Veranstaltung teilnehmen, wo 27 Titel der klassischen indischen Literatur auf Spanisch ausgestellt werden und etwa 100 000 Exemplare zum Verkauf stehen.

"Die Messe bekräftigt ihre Bereitschaft zum interkulturellen Dialog", sagte Zuleica Romay, Präsidentin des kubanischen Buchinstituts und des Organisationskomitee der Buchmesse, deren Worte eine der größten Literaturveranstaltungen in Lateinamerika offiziell eröffneten. Künstler, Verlage und indische Intellektuelle kommen auf die Messe, um unseren Geist mit ihrem jahrhundertealten Wissen zu nähren, sagte Romay später über den kulturellen Austausch mit Indien, und dankte nicht nur für die Anwesenheit der Delegation des Ehrengastes, sondern auch für die Teilnahme von Antonio, Gerardo und Ramon.

Über 850 Erstauflagen und mehr als fünf Millionen Exemplare biete die Messe den Lesern an, führte Romay weiter aus. Die Messe werde diesmal den Schriftstellern Olga Portuondo Zúñiga, Nationalpreisträgerin der Sozial- und Geisteswissenschaften 2010, und Leonardo Acosta, Nationalpreisträger für Literatur 2006 und Nationalpreisträger für Musik 2014, gewidmet sein.

Auf der Eröffnungsfeier gab es neben Literatur und Danksagungen auch die Darbietung der Volkstanzgruppe Rajastan aus Indien, die des Saxophonisten César López und des Gitarristen Emilio Jesús Hernández sowie die Hommages an die Arbeit von Portuondo und Acosta.