OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS

Fidel hat es absolut nicht nötig, dass man ihn verherrlicht oder ihn mit Adjektiven versieht, wenn er seinen 80. Geburtstag feiert. Aber die brüderliche Liebe, der Respekt, der Gehorsam, das Vertrauen und die grenzenlose Treue, zu der wir uns bekennen, zwingt uns zu gewissen Reflexionen, die nicht nur die meinen sind, sondern auch die seiner Kampfgefährten und unseres Volkes.

Es genügt, wenn wir in der einfachst möglichen Form sagen, was er für Kuba darstellt und für die Welt, für unsere Geschichte der letzten 50 Jahre und für die Zukunft der Menschheit.

Wenn es sich nur um einen lächerlichen Personenkult handelte, den er aus der Tiefe seines revolutionären Bewusstseins ablehnt, hätten unsere Feinde nicht versucht, über sechshundert Pläne zu schmieden, um ihn zu ermorden.

Sie wissen besser als jeder andere, dass es sich um einen Menschen ohne Personenkult handelt, aber um jemanden, der mit seinen Ideen, mit seiner Kultur, seiner politischen Führung und Moral die Notwendigkeit und Dringlichkeit deutlich macht, die Welt zu verändern. Und damit auch das Ende dieses Systems herbeizuführen.

Der Marxismus Fidels beunruhigt sie wirklich, weil er eine Synthese und Aktualisierung des Wesentlichen im Befreiungsdenken Bolívars und Martís darstellt, der heroischen Geschichte Kubas und aller unserer Völker, der humanistischen und ethischen Ideale der universellen Kultur, der emanzipatorischen Ideen von Marx und Lenin und anderer sozialistischer Revolutionäre ...

Sie sind beunruhigt wegen seiner unumstrittenen und einenden Führung an der Spitze Kubas, seiner Fähigkeit, die progressiven Kräfte der Welt anzuziehen.

Es lässt sie verzweifeln, dass Fidel für immer den internationalistischen Geist wachgerufen hat, den der Egoismus anderer zu schmälern versuchte; dass dieses beste Gefühl der Völker aller Breiten, weit davon entfernt zu erlöschen, heute auf dem Boden Amerikas an Kraft gewinnt und mitten im bolivianischen Dschungel wieder aufersteht, eben dort, wo sie vergeblich versucht hatten, es zusammen mit dem wiederbelebten Che zu begraben.

Sie können ihm nicht verzeihen - wie könnte man dies vergessen -, dass sie sich damit abfinden mussten, dass in Afrika nie mehr Apartheid herrschen wird.

Sie konnten ihn nicht töten und auch nicht der kubanischen Revolution ein Ende bereiten und deswegen erhalten sie gegen ihn diesen erbarmungslosen Medienkrieg aufrecht, der vergebens versucht, ihn zu verleugnen, ihn zu verleumden und ihn vor der öffentlichen Meinung zu entstellen.

Als Fidel am 1. Mai des Jahres 2000 definierte, was Revolution bedeutet, drückte er die Sehnsucht unseres Volkes und der Menschheit aus, und ohne es zu wollen definierte er sich selbst.

Fidel ist jener Mensch aus Fleisch und Blut, der uns begleitet, aber er ist auch ein Sohn unseres Volkes und unser ganzes revolutionäres Volk ist in gutem Maße ebenfalls Fidel.

Seit 1952, als er begann, das zu organisieren, was später der Sturm auf die Moncada Kaserne sein würde, war sein Leben eine ständige Erziehung der anderen und Hingabe an die anderen.

Zuerst spürten wir diesen Einfluss in unserer geheimen Mannschaft, die sich später auf eine kleine Gruppe im Gefängnis reduzierte, noch später war es die Rebellenarmee und danach das ganze kubanische Volk.

Heute vervielfacht sich Fidel in Lateinamerika und der Karibik, in allen ausgebeuteten Völkern, in jedem Mann und jeder Frau in irgendeinem Teil der Welt, die Gerechtigkeit für die Menschheit anstreben.

Fidel ist, in wenigen Wochen ausgedrückt, die Wahrheit unserer Epoche. Ohne Chauvinismus ist er der größte Staatsmann der Welt des vergangenen Jahrhunderts. Er ist der außerordentlichste und universellste der kubanischen Patrioten aller Zeiten.

Ramiro Valdés Menéndez, Revolutionskommandant.                    

Fragment seines Beitrags, der speziell für das Buch “Von der Geschichte freigesprochen” von Luis Báez am 6. Juli 2006 geschrieben wurde.