OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Prensa Latina

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei, setzte am Donnerstag sein dicht gedrängtes Arbeitsprogramm in Moskau fort. Dazu gehörten Treffen mit Vertretern der russischen Politik, Regierung und des Parlaments. 
Wie „Prensa Latina“ berichtete, bekräftigte Gennadi Sjuganow, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Russlands, dem kubanische Außenminister die unerschütterliche Solidarität seiner Partei und verurteilte die Politik des Weißen Hauses, Länder zu unterdrücken, die nicht mit seinen Interessen übereinstimmen. 
Rodríguez dankte den russischen Kommunisten für ihre historische Unterstützung und ihre anhaltende Verurteilung der Wirtschaftsblockade gegen die Karibikinsel. Er betonte die gemeinsamen Prinzipien bei der Verteidigung der Souveränität. 
Im Parlament bezeichnete Valentina Matwijenko, Präsidentin des Föderationsrates (des Oberhauses des Parlaments), die Energieblockade als „Völkermord am kubanischen Volk“ und bekräftigte die entschiedene Ablehnung ihres Landes gegenüber Bestrebungen, einen Regimewechsel in Havanna herbeizuführen. 
Sie erinnerte auch daran, dass das russische Parlament jährlich Erklärungen verabschiedet, in denen ein Ende der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gefordert wird, die seit mehr als sechs Jahrzehnten die Entwicklung Kubas zu ersticken versucht.
Der Außenminister versicherte ihr, dass Kuba weiterhin das Völkerrecht verteidige und mit Entschlossenheit der Verschärfung der Zwangsmaßnahmen, auch denen, die sich aus den jüngsten Entscheidungen des Präsidenten der USA ableiten, entgegenstelle. 
Außerdem traf er mit dem Ersten Vizepräsidenten der Staatsduma Russlands Iwan Melnikov zusammen. Rodríguez bekräftigte, dass die Beziehungen zwischen den Nationen, “souverän sind und weder von der jeweiligen Konjunktur noch von äußeren poltischen Machten abhängig sind”.
“ Für uns ist Kuba ein strategisch wichtiger Partner in Lateinamerika, denn auf der internationalen Bühne vertreten wir ähnliche Positionen und Prinzipien”, sagte er.
Am Tag zuvor war der kubanische Außenminister bereits vom Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem Vizepräsidenten des Sicherheitsrats und Vorsitzenden der Partei Einiges Russland, Dimitri Medwedew empfangen worden.