
RIO DE JANEIRO - Der Präsident der Republik Kuba, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, traf am Sonntag mit den Premierministern von Indien und Vietnam, Narendra Modi und Pham Minh Chinh, zusammen, die an dem 17. BRICS-Gipfel teilnehmen. Beide Treffen fanden im Sitz des Museums der Modernen Kunst statt, das die Veranstaltung des wichtigen politischen und wirtschaftlichen Blocks beherbergt.
Im Gespräch mit dem vietnamesischen Ministerpräsidenten bezeichnete der Staatschef der karibischen Insel den Moment, den die Beziehungen zwischen beiden Ländern erleben, als besonders. "Es ist eine Freude, Sie hier in Brasilien zu sehen" , sagte Díaz-Canel, "da Vietnam als BRICS-Partnerland aufgenommen wird - ein Ereignis, das wir aufgrund der historischen freundschaftlichen Beziehung, die uns verbindet, als unser eigenes empfinden."
Er bedankte sich für die Solidarität Vietnams, die Sensibilität der Regierung, der Partei und des vietnamesischen Volkes gegenüber Kuba und die Bereitschaft, Kuba bei der Lösung seiner Probleme zu begleiten.
Sie diskutierten über die erfolgreiche aktuelle Zusammenarbeit in Bereichen wie Reisproduktion, erneuerbare Energiequellen, Biotechnologie und andere gemeinsame Projekte sowie über das Potenzial zur Steigerung des Austauschs.
Der vietnamesische Premierminister versicherte, dass sie über die Situation in Kuba Bescheid wüssten und entschlossen seien es zu unterstützen. Vietnam werde immer dankbar sein für die Unterstützung der Kubaner im Befreiungskrieg.
Pham Minh Chinh sandte einen herzlichen Gruß an Armeegeneral Raúl Castro Ruz und das kubanische Brudervolk. Der Präsident überbrachte seinerseits einen herzlichen Gruß an To Lam, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams.
"Ich bin sehr glücklich, dass wir uns auf dem BRICS-Gipfel befinden und dass Kuba bereits ein Partnerland ist , sagte der indische Premierminister Narendra Modi bei einem angenehmen Treffen mit Präsident Díaz-Canel, der sich für die Unterstützung dieser Nation dankte, damit die Insel Teil der BRICS werden konnte.
Sie erkannten die enge Beziehung, die in den letzten 65 Jahren zwischen den beiden Nationen geknüpft wurde, und sahen viel Potenzial in Bereichen wie der biopharmazeutischen Industrie, der Nahrungsmittelproduktion, der Energie, der Gesundheit und anderen. Sie sprachen über Projekte, die im Rahmen der BRICS-Länder in den Bereichen Wissenschaft und Innovation umgesetzt werden könnten, in denen Kuba ein hohes Ansehen genießt.
Narendra Modi sagte in seinen sozialen Netzwerken: "Es war wunderbar, den Präsidenten Kubas, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, zu treffen. Wir befassten uns mit einer breiten Palette von Themen. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Nationen haben ein großes Potenzial für zukünftiges Wachstum."
"Ebenso vielversprechend sind Bereiche wie Technologie, Gesundheit und Energie", fügte er hinzu. "Wir haben auch darüber gesprochen, wie man die Mechanismen des Katastrophenmanagements stärken kann."
KUBA WIRD NICHT AUFGEBEN

«Für uns war es wichtig, notwendig, unumgänglich, dass wir eine Begegnung mit den Menschen haben konnten, die von Brasilien aus die Solidarität und die Liebe zu Kuba zu ihrem Lebenszentrum gemacht haben», sagte der Präsident der Republik vor Freunden aus dem großen südamerikanischen Land, mit denen zu sprechen Teil seiner Agenda vor dem BRICS-Gipfel war.
Díaz-Canel ließ sich ausführlich aus über die Tage, in denen Kuba lebt, über eine verschärfte imperiale Umzingelung, die die Insel in die Knie zwingen soll. "Sie können sicher sein, dass Kuba nicht aufgeben wird!".
Zwei Gründe nannte er dafür: erstens die eigenen Überzeugungen und zweitens, weil das zu tun "respektlos gegenüber euch wäre, denn die Solidarität, die ihr uns schenkt, verpflichtet uns auch sehr".
Der herzliche Bruder Frei Betto fragte: "Was können und sollen wir noch tun?" Die Antwort gab er selber: "Man muss Kuba mehr begleiten, es mehr besuchen, es aus den digitalen Schützengräben heraus verteidigen und jede Expedition auf die Insel nutzen, um zum Beispiel alle möglichen Medikamente hinüberzuschicken."
Díaz-Canel sagte ihnen, dass der kubanische Widerstand von zwei Komponenten genährt werde: "vom Volk, das seinen täglichen Akt des Widerstands ausführt, und von der Solidarität der Schwesternationen".
EINE INSPIRATION
Der erste Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas sprach auch mit Washington Quaquá, dem Bürgermeister von Maricá und nationalen Vizepräsidenten der brasilianischen Arbeiterpartei (PT).
«Es ist eine Freude, Sie hier in Ihrem Land, in Ihrer Region zu treffen», sagte Díaz-Canel und bedankte sich für alle mit der Größten der Antillen erstellten Projekte und für die Leidenschaft, die der Insel entgegengebracht wird.
Er sprach mit Quaquá über die biopharmazeutischen und biotechnologischen Bereiche als wertvolle Möglichkeiten des Austauschs und die breiten Möglichkeiten, die sich in einem Universum wie dem des Technologietransfers eröffnen.
«Wir können auch im Bereich der Ernährungssouveränität arbeiten», sagte der Präsident und verwies auf künftige Komplementaritäten, in denen es an humanitären Komponenten, Zusammenarbeit im kulturellen Bereich, im Sportbereich sowie in Wissenschaft und Innovation nicht fehle.
Der Bürgermeister entsprach den Worten von Díaz-Canel, als er sagte: "Kuba ist für uns ein Bruderland, es ist eine Inspiration."
DAS ZWEITE VATERLAND
"Wir wollten diese Begegnung mit Vertretern der reichen brasilianischen Kultur, mit Denkern, mit Theologen, mit Künstlern, mit Vertretern von lokalen und gemeinschaftlichen Projekten haben" , sagte das Staatsoberhaupt einer Gruppe brasilianischer Intellektueller.
«Wir teilen mit Ihnen die Verteidigung der Ursachen, wir teilen die Sorgen, die wir haben, damit die Welt besser wird, wir teilen all diese Zeit Ihres Lebens, die Sie der Solidarität mit Kuba widmen. Wir kämpfen gemeinsam gegen die kulturelle Kolonialisierungsplattform, die uns das Yankee-Imperium aufzwingen will. Wir sind in dieser Schlacht zusammen, weil sie vor allem kulturell ist, weil es eine symbolische Schlacht ist, und wir müssen sie aus der Einheit in der Vielfalt verteidigen, mit viel Konsequenz, viel Intelligenz, viel Beharrlichkeit», sagte das Staatsoberhaupt.
Luciana Santos, brasilianische Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Innovation, sagte, dass «Kuba immer noch eine Quelle der Inspiration für viele Länder ist»; Rodrigo Neves, Bürgermeister von Niterói, sagte, dass «wir im Kampf für alles, was Kuba repräsentiert und in sozialer Gerechtigkeit und Solidarität vertritt, ermutigt werden», und Eric Nepomuceno, Journalist und Übersetzer, war sehr kurz, als er sagte: «Kuba bleibt mein zweites Vaterland.»




