
Welche Trainer führten die kubanischen Volleyballerinnen, die legendären „Morenas del Caribe“, zur dreifachen Olympia-Krone? Wer hat das Team dazu gebracht, alle im internationalen Volleyball möglichen Titel zu gewinnen? Welche Männer leiteten die Männermannschaft in jenen heißen Weltligen in der „Ciudad Deportiva“ von Havanna?
Es waren Eugenio George sowie Antonio Perdomo und Luis Felipe Calderón, die den „Besten Trainer des 20. Jahrhunderts“ begleiteten, um das dritte Gold bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney zu gewinnen. Dieser Titel – einzigartig und unwiederholbar – wurde George vom Internationalen Volleyballverband (FIVB) verliehen, nicht nur für die erhaltenen Medaillen, sondern auch für sein Wissen, das er vorbehaltlos mit anderen Technischen Direktoren der gegnerischen Mannschaften teilte.
Auch Gilberto Herrera und Orlando Samuels, die viele Jahre das kubanische Männerteam geleitet haben, verfügen über viel Wissen.
Wenn also hier die kubanische Volleyballschule gegründet wurde, brauchen wir dann einen ausländischen Trainer, der uns sagt, wie man spielt? Kuba wird die Verbesserung seiner Trainer fördern, damit diese mit neuartigen Techniken wie Datavolley mitgehen und die Qualitätssteigerung nutzen, die durch die Leistung in anderen Ligen fast das ganze Jahr über erreicht wird.
Ariel Saínz, Präsident des kubanischen Volleyballverbands, erklärte: „Kuba wird auf die Entwicklung seiner eigenen Trainer setzen und dabei die lange Tradition und die historischen Ergebnisse auf höchstem Niveau in Rechnung stellen", wie die Sportzeitung Jit zitiert.
„Vielleicht denkt man, dass wir bei der jüngsten Weltmeisterschaft weiter hätten kommen können, aber es liegt nicht nur an der Mannschaftsführung, es gibt auch andere Ursachen. Denken Sie daran, dass wir gegen prominente Teams wie Brasilien, Japan und Italien verloren haben, wobei letzteres den Titel holte.“
Saínz führte aus, dass, basierend auf den Änderungen im Reglement und Modifikationen in der Dynamik des zeitgenössischen Volleyballs, „der kubanische Verband einen strategischen Plan mit Trainerkursen von nationaler Reichweite vorgeschlagen hat, von der Basis an bis zum Erreichen der Qualifikation, die es ermöglicht, ein Aufbauprogramm zu absolvieren“.
Was den internationalen Zuschnitt betreffe, würde das Verfahren „in einem geordneten Prozess die Zertifizierung von der ersten bis zur dritten Ebene durchlaufen, da die FIVB festlegt, dass Trainer ihre Kategorisierung benötigen, um bei internationalen Veranstaltungen leitend tätig sein zu können“, sagte der Verbandspräsident.




