OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Osval

Die Lage des nationalen Stromnetzes hat sich in den letzten Tagen besonders verschärft. „Für heute wird während der Spitzenlastzeiten ein Defizit von über 2.000 MW prognostiziert“, erklärte Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und Präsident der Republik, am Mittwoch auf seinem Social-Media-Account X.

Der kubanische Präsident führte aus, dass diese dramatische Verschlechterung nur eine Ursache habe: „die völkermörderische Energieblockade, der unser Land von den USA unterworfen wird, indem sie jedem Land, das uns mit Brennstoff liefert, mit irrationalen Zöllen drohen.“

In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass beispielsweise am Mittwoch aufgrund der durch diese verbrecherische Blockade verursachten Brennstoffknappheit in Kuba nur 1.100 MW erzeugt wurden.
„Der beste Beweis, der unsere Aussagen belegt,  ist die deutliche Verbesserung der Versorgung im April. Die Ankunft nur eines einzigen Schiffes mit Treibstoff in einem kubanischen Hafen,, von den mindestens acht benötigten Schiffen pro Monat, ermöglichte es uns, das Defizit und somit  die Stromausfälle zu vermindern. Zwar verschwanden sie nicht vollständig, aber es waren deutlich weniger”, betonte er.

Er erinnerte auch daran, dass US-Medien, die der kriegerischen Agenda der US-Bundesbehörden folgen, in den letzten Tagen ihr Unverständnis über den heldenhaften Widerstand des kubanischen Volkes und die Entschlossenheit und unerschütterliche Geschlossenheit unserer Regierung zum Ausdruck brachten. „Sie mussten anerkennen, dass Kuba trotz der brutalen Maßnahmen der wirtschaftlichen und energiepolitischen Strangulierung durch die USA weiterhin Bestand hat; es ist kein gescheiterter Staat.

Damit geben sie zu, dass die Krise, die uns erfasst hat, das Ergebnis des schweren Wirtschaftskriegs und der energetischen Verfolgung ist, die sie uns aufzwingen.“

Zusammenfassend, führte Díaz-Canel aus, dass das, was die Sprecher des US-Regimes der Welt als direkte Folge von Misswirtschaft der kubanischen Regierung darstellen wollen, in Wirklichkeit das Ergebnis eines perversen Plans ist, der darauf abzielt, die Not und das Elend des kubanischen Volkes auf ein extremes Maß anzuheben.

„Weder die vor über sechs Jahrzehnten verhängte Blockade noch die 243 Verschärfungsmaßnahmen der vorherigen Trump-Regierung konnten die Revolution zerstören.“

Deshalb haben sie eine Exekutivanordnung erlassen, die die Treibstofflieferungen nach Kuba vollständig unterbindet, und eine weitere, die diejenigen verfolgt und bestraft, die auf der Insel Handel treiben oder investieren. Es handelt sich um einen perversen Plan, dessen Hauptziel das Leid des gesamten kubanischen Volkes ist, um es als Geisel zu nehmen und gegen die Regierung aufzuhetzen, bekräftigte der Präsident.

In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, wie die Lockerung einiger Maßnahmen der Blockade vor einigen Jahren zweifelsfrei gezeigt habe, wie sehr die Bevölkerung Kubas und der USA, die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung unserer Nation profitieren könnten, wenn es diese drakonischen politischen Maßnahmen nicht gäbe.

„Diese Verbesserung wird von einer kleinen Gruppe rechtsextremer Gruppierungen gefürchtet, die die Kubapolitik instrumentalisiert haben und bewusst und zynisch über die kubanische Realität lügen oder Falschinformationen verbreiten, während sie gleichzeitig mehr Druck und Drohungen gegen unser Volk fordern“, fügte er hinzu.

„Unsere Antwort bleibt unverändert: Wir sind stets offen für einen Dialog auf Augenhöhe und werden weiterhin Widerstand leisten und aufbauen, zunehmend überzeugt davon, dass wir die enormen Schwierigkeiten aus eigener Kraft überwinden müssen– geeint als Nation und entschlossen, uns den größten Herausforderungen zu stellen“, schloss Díaz-Canel.