OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Photo: Pastor Batista

Dass es viele Menschen gibt, die nicht aufgeben und all ihre körperliche und geistige Energie in ihre Arbeit stecken, egal ob im öffentlichen oder privaten Sektor. Das ist eine Tatsache, die ich mit Sicherheit weiß und die unbestreitbar ist.

Dass sich ein Teil der Gesellschaft an eine gewisse Trägheit oder Selbstzufriedenheit gewöhnt hat (meine Großeltern hätten es Faulheit genannt), ist ebenfalls Realität.
Es ist kein Geheimnis, dass wir uns in der wohl schwierigsten Situation seit 1959 befinden, zumindest in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht … und die ideologische sollten wir auch nicht unterschätzen.

Und während viele, ich wiederhole es, sich abrackern und versuchen, all ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zum Wohl des Landes einzusetzen, gibt es auch diejenigen, die keinen Finger rühren, weder mi staatlichen oder irgendeinem anderen Bereich der Wirtschaft. 

Wovon leben sie? Man kann es sich vorstellen. Welche Ausrede benutzen sie, um keinen Finger krumm zu machen? Ganz einfach: Es lohnt sich nicht, sich zu arbeiten,  weil das Geld nicht reicht, ich es nicht von der Bank abheben kann, die Geldautomaten nicht funktionieren oder die Schlangen endlos sind; es ist besser, das Leben auf andere Weise zu fristen.. (wir können uns auch denken, welche).
Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche gelassen darauf warten, dass sich das Problem von selbst „löst“. Das heißt, dass andere die Probleme aller lösen.

Die Russen, die Chinesen, die Mexikaner, Kolumbianer, Brasilianer … sogar Außerirdische können uns helfen, uns die Hand reichen, uns unterstützen. Dafür wären wir ewig dankbar; es ist Solidarität, Brüderlichkeit, die den Dämonen des imperialen Bösen trotzt und sie besiegt. Aber die Hauptarbeit (die harte Arbeit) muss von uns selbst kommen, ohne von anderen abhängig zu sein, ohne dass uns jemand in seinen Armen oder auf seinen Schultern trägt.

Die Autonomie, die wir so dringend für die Gemeinde fordern, ist für ganz Kuba als Nation von strategischer Bedeutung, da viele Augen in der Welt in uns einen Spiegel sehen.

Und niemand wird uns diese Autonomie geben; wir werden nicht darum bitten noch mit irgendjemandem darüber verhandeln. Es ist eine rein ureigene, nationale, kubanische Angelegenheit. Und sie kann nur erreicht werden, wenn wir Körper und Gehirn zum Schwitzen bringen.