
Kuba bedauert die Entscheidung der jamaikanischen Regierung, die medizinische Zusammenarbeit einzustellen und damit dem Druck der Vereinigten Staaten nachzugeben.
Das Außenministerium der Republik Kuba teilt mit, dass das jamaikanische Außenministerium unsere Botschaft in Jamaika am 4. März über die einseitige Entscheidung seiner Regierung informiert hat, das seit Jahrzehnten bestehende Gesundheitsabkommen zwischen den beiden Nationen zu beenden.
Mit diesem Schritt gibt die jamaikanische Regierung dem Druck der US-Regierung nach, die sich nicht um die Gesundheitsbedürfnisse unserer karibischen Brüder und Schwestern kümmert.
Kuba bedauert zutiefst diese Missachtung einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit, die dem jamaikanischen Volk unzählige Vorteile gebracht hat. Dieses wird nun der grundlegenden und spezialisierten Gesundheitsversorgung durch kubanische Mediziner beraubt.
Als Reaktion auf die Entscheidung der jamaikanischen Regierung hat die kubanische Regierung die souveräne Entscheidung getroffen, die Rückkehr der kubanischen Ärztebrigade in die Wege zu leiten. Diese medizinischen Fachkräfte hinterlassen bleibende Spuren und kehren mit der Genugtuung, ihre Pflicht erfüllt zu haben, und der ständigen Bereitschaft, überall dort zu helfen, wo ihre Solidarität benötigt wird, nach Kuba zurück.
Kubas Arbeit in Jamaika ist ein Paradebeispiel für echte Zusammenarbeit. Allein in den letzten 30 Jahren haben über 4.700 kubanische Mediziner auf der Karibikinsel medizinische Hilfe geleistet. Aktuell besteht die Brigade aus 277 Fachkräften, deren Arbeit das jamaikanische Gesundheitssystem spürbar und nachhaltig gestärkt hat.
Die bisherigen Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sprechen für sich:
• Mehr als 8.176.000 behandelte Patienten
• 74.302 durchgeführte chirurgische Eingriffe
• 7.170 Geburten wurden begleitet.
• Mehr als 90.000 Leben wurden gerettet.
Darüber hinaus konnte durch die seit 2010 in Jamaika durchgeführte Operation Milagros das Sehvermögen von fast 25.000 Jamaikanern wiederhergestellt oder verbessert werden. Die kubanische Zusammenarbeit war auch bei Projekten zur Bekämpfung und Prävention von Krankheiten wie Malaria und im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie von entscheidender Bedeutung.
Das jüngste Beispiel für dieses Engagement zeigte sich nach Hurrikan Melissa, der die Insel schwer traf. Unter diesen schwierigen Umständen blieb die kubanische Ärztebrigade unermüdlich im Einsatz. Viele ihrer Mitglieder arbeiteten über 72 Stunden am Stück und beteiligten sich aktiv an den Wiederaufbaumaßnahmen in Krankenhäusern und Gemeinden.
Getreu den historischen Banden der Brüderlichkeit und Solidarität, die uns mit Jamaika verbinden, bekräftigt Kuba sein unerschütterliches Engagement für das jamaikanische Volk, das sich stets auf Kubas selbstlose Unterstützung verlassen kann.
Havanna, 6. März 2026








