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Photo: Ronald Suárez Rivas

Der Nationale Elektrizitätsunion (UNE) setzt ein Programm zur Installation von 5.000 Photovoltaikanlagen mit je 2 kW Leistung um, die von der Volksrepublik China gespendet wurden. Ziel ist es, den Energiematrix zu diversifizieren und die Grundversorgung in der aktuellen Energiekrise sicherzustellen. 2.671 dieser Anlagen wurden wichtigen Einrichtungen in allen Gemeinden des Landes zugeteilt, die restlichen werden in abgelegenen Haushalten installiert, darunter auch solchen, die bisher keinen Stromanschluss hatten.
 Elena Maidelín Ortiz Fernández, Projektleiterin, erklärte gegenüber der Zeitung Granma, die Verteilung sei in Zusammenarbeit mit allen relevanten Behörden auf nationaler, Provinz- und Gemeindeebene erfolgt.
 „Es wurde beschlossen, 2.671 Anlagen in wichtigen Einrichtungen jeder Gemeinde zu installieren“, sagte sie. Zu den begünstigten Einrichtungen zählen Mütterheime, Pflegeheime, Seniorenzentren, Polikliniken (Notaufnahmen), Bestattungsinstitute, Bankfilialen einschließlich Wechselstuben, kommunale Radiosender, Funksender, Kommunikationseinrichtungen von Etecsa und Geschäftsstellen der UNE.
 Ortiz Fernández betonte, dass es nicht um die vollständige Energieautarkie dieser Einrichtungen gehe, sondern vielmehr um deren Energieversorgung in Krisenzeiten. „Die Installation einer 2-kW-Anlage in einem wichtigen kommunalen Zentrum ist das ideale Mittel, um das Wesentliche zu schützen, das, was für die Autonomie dieser Gemeinde unerlässlich ist“, erklärte er
. „Ziel der Installation dieser 2-kW-Anlagen ist nicht die vollständige Energieautarkie, sondern die Energieversorgung dieses Zentrums, was wiederum zur Vitalität der Gemeinde und der Provinz beiträgt.“.
Die Projektleiterin betonte, dass diese Systeme isoliert und nicht an das Stromnetz angeschlossen seien, sodass die Zentren auch bei Stromausfällen weiterarbeiten könnten. Dies ermögliche Aktivitäten wie Impfungen, die Betreuung älterer Menschen in Pflegeheimen und den Bankbetrieb, die derzeit von Stromausfällen betroffen seien, erklärte sie.
TRANSPORT UND LOGISTIK
Sie führte weiter aus, man habe intensiv mit den regionalen Elektrizitätsunternehmen und den lokalen Regierungen zusammengearbeitet, um die Engpässe bei Treibstoff und Transport zu überwinden. „Im Vorfeld fand eine Abstimmung mit allen Transportunternehmen statt, die uns beim Transport dieser Ressourcen unterstützen konnten. Daher wurde sorgfältig geplant, um das zu erreichen, was wir heute vorweisen können: die notwendigen Ressourcen in allen Provinzen für die Installation dieser Systeme“.
ISOLIERTE HÄUSER UND ABGELEGENE GEMEINDEN
Die verbleibenden 2.329 Anlagen werden in abgelegenen Häusern installiert, die zwar über Generatoren mit einer vierstündigen Stromversorgung verfügen, diese aber aufgrund von Treibstoffmangel nicht betreiben können. „Es ist sehr schwierig, diesen Treibstoff zu beschaffen, sowohl für die Lieferung als auch für den Transport in diese Gemeinden“, erklärte sie.
 Darüber hinaus bieten diese Photovoltaikanlagen mehr Unabhängigkeit, da die Bewohner in schwer zugänglichen Gebieten, in denen Treibstoff nicht regelmäßig verfügbar ist, mehr Geräte über längere Zeiträume anschließen können. 
Auch Haushalte, die noch nie Strom hatten, sogenannte „Nullvolt-Häuser“, profitieren davon. Sie hob zudem die soziale Bedeutung dieser Maßnahme hervor: „Wenn man diesen Menschen eine 2-kW-Anlage installiert, die ihnen den Betrieb eines Kühlschranks, eines Ventilators und eines Fernsehers ermöglicht, verändert sich ihr Leben grundlegend, und wir verhindern, dass sie ihre Gemeinden verlassen müssen.“

WEITERE PROGRAMME MIT ERNEUERBARER ENERGIE
Zusätzlich zu dieser chinesischen Spende entwickelt die (UNE) weitere Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. Ortiz Fernández erwähnte das Ladestationsprogramm für stromabhängige Kinder mit 126 Stationen, „das für sie eine Lebensgarantie symbolisiert“. 
Bislang wurden 114 dieser Systeme installiert, die mit Solarmodulen zum Laden der Batterien ausgestattet sind. Ebenso läuft in der Provinz Holguín ein durch eine kanadische Spende finanziertes Projekt zur Installation von 502 Photovoltaikanlagen mit je 2 kW Leistung für abgelegene Häuser in der Region. „Dieses Projekt umfasst auch andere Bereiche, aber unsere Aufgabe als Nationaler Elektrizitätsverband ist die Installation dieser Systeme, und wir haben bereits 60 % davon installiert“.

ENERGETISCHE RESILIENZ UND EINSPAREN 

Ortiz Fernández betonte, dass diese Programme nicht nur Einsparungen ermöglichen, sondern auch eine Option für Energieresilienz darstellen und gewährleisten, dass diese für die Gemeinschaft wichtigen Dienstleistungen auch während der derzeit in unserem Land auftretenden kritischen Stromausfälle weiterhin in Betrieb bleiben.

Spezialisierte Teams übernehmen die Installation dieser Systeme und gewährleisten so deren einwandfreie Funktion und die Einhaltung aller technischen Anforderungen Photo: Ismael Batista