OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Der Marsch ist eine Bekenntnis zu Ideen und Prinzipien Photo: Ricardo López Hevia

Eine Symphonie aus Licht bereitet sich darauf vor, erneut über die Straße zu fließen. Die Geschichte gab ihr den Namen  Fackelzug, und auch diesmal wird es nichts Abstraktes sein, sondern die Verwirklichung vieler kleiner, privater Zeremonien, die zu einem öffentlichen Akt werden.
 Jede Fackel, die heute Abend weiterzieht, wurde zuerst in der Vorstellung entzündet und dann in einem Hof, auf einem Werkstatttisch, auf dem Boden eilig zusammengefügt … Und dieser erste Funke wird der Kern dessen sein, was sich später manifestieren wird: Wille, der sich in Licht verwandelt, das Persönliche, das mit dem Kollektiv verschmilzt, um ein Umfeld der Wärme und des Sinns zu schaffen.
 Die Dunkelheit weicht stets vor der Flut der Flammen, wird die Nacht zum Ritual. Der Marsch ist eine Verkündigung von Ideen, von Prinzipien. 
Die Bedeutung liegt also nicht darin, eine Fackel zu tragen, sondern darin, Teil der dicht gedrängten Gruppe zu sein, die unter ihr schreitet und ihre strahlende, einladende Wärme spürt.
Angesichts des alten Feindes, der unser Vaterland bedroht, gibt es viel zu kämpfen – einen Kampf, der Feuer erfordert: sowohl jenes, das erleuchtet, als auch jenes, das verbrennt. Und er erfordert die Ideale, Prinzipien, den Mut und den Antiimperialismus unserer Vorfahren, die wir ehren. 
Der Marsch ist ein Ort reiner Präsenz, wo Schönheit wohnt, sich entfaltet und im Gedächtnis der Stadt fortlebt. Am Ende wird das Gefühl, Teil von etwas Erhabenem gewesen zu sein, nachwirken.
 Doch der vielleicht nachhaltigste Aspekt ist nicht das großartige Bild der erleuchteten Menge, sondern die Folge des Entzündens einer Fackel nach der anderen, des Anzündens durch Freunde, des gegenseitigen Aufpassens, damit nichts erlischt. 
Das Zeugnis dieser Nacht wird die Gewissheit einer Generation sein: Das Feuer bleibt, wie die Hoffnung, bestehen.