OFFIZIELLES ORGAN DES ZENTRALKOMITEESDER KOMMUNISTISCHEN PARTEI KUBAS
Zu den Prioritäten für 2026 gehört die Einhaltung der Exportquuote bei Gütern wie Holzkohle Photo: Julio Martínez Molina

CIENFUEGOS – Der wahre Sieg liegt im täglichen, beharrlichen Einsatz und der Beteiligung aller als Grundprinzip, darin bseteht der wahre Sieg.

Dies betonte Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, auf dem außerordentlichen Plenum des Provinzkomitees der Partei in Cienfuegos.

Roberto Morales Ojeda, Mitglied des Politbüros und Organisationssekretär des Zentralkomitees, sprach auf der Sitzung die auf dem 11. Plenum des Zentralkomitees erzielten Vereinbarungen an, die Notwendigkeit, die Verteidigung des Vaterlandes zu stärken und für die Stabilität des nationalen Stromnetzes (SEN) zu arbeiten
. Er ging auch auf weitere strategische Themen wie die Nahrungsmittelproduktion, die Qualität der Grundversorgung der Bevölkerung und den Kampf gegen Korruption, Kriminalität und illegale Aktivitäten ein.

Darüber hinaus forderte er die Steigerung der Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die Devisen generieren, die Substitution von Importen und den rationellen Einsatz von personellen, finanziellen und materiellen Ressourcen. 
Er betonte, wie wichtig es sei, dass die Kubaner die durch die imperiale Blockade auferlegten Schwierigkeiten durch eigene Anstrengung, Kreativität und Entschlossenheit überwinden.

Eine Provinz mit Potenzial
Armando Carranza Valladares, Erster Sekretär des Provinzparteikomitees in Cienfuegos, skizzierte die wichtigsten Ziele für 2025 und die Verpflichtungen für das laufende Jahr.

In diesem Zusammenhang ging er auf die Herausforderungen ein, vor denen die Parteiorganisation in ihren internen Angelegenheiten steht, und erläuterte die Fortschritte des Regierungsprogramms zur Beseitigung von Ungleichgewichten und zur Ankurbelung der Wirtschaft.

Zu den Zielen für dieses Jahr zählen laut Valladares die Steigerung der Exporte, die Stärkung und Wiederbelebung des Tourismus, die weitere Verbesserung der Lebensmittelproduktion sowie die Übergabe von Land und die Reduzierung der Anzahl verlustbringender Unternehmen.

Der wichtigste Kampfplatz: der der Subjektivität.
An anderer Stelle der Plenarsitzung erklärte Morales Ojeda, dass, wenn das wahre Ziel die Lösung der Probleme sei, zunächst die Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels der Denkweisen deutlich werden müsse. „Wir müssen uns von selbstgefälligen Analysen verabschieden, die uns nicht helfen, die Schwächen unserer Organisation und unserer Arbeitsmethoden zu erkennen“, argumentierte er.

Die Konzepte klar identifiziert haben
„Wir wollen den Geist des 11. Plenums in all unsere Vorhaben einfließen lassen“, erklärte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Partei und wandte sich anschließend an die Parteimitglieder in Cienfuegos, um ihnen eine Reihe von Konzepten und Prinzipien zur Stärkung der ideologischen Arbeit und zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen vorzustellen.

Das erste Prinzip, so sagte er, sei die Einheit, die durch Partizipation und insbesondere durch die Einbindung junger Menschen erreicht werde.

In diesem Zusammenhang erinnerte Díaz-Canel sie daran, dass Selbstzufriedenheit, Untätigkeit, Apathie und Schweigen der Einheit nicht zuträglich seien. Das zweite Konzept, fügte er hinzu, sei, dass wir an jedem Ort die Rolle der Parteimitglieder und der Basisorganisation klären müssten. 
Ein weiterer Gedanke des Präsidenten war,  zuzugeben, dass nicht alle Mängel auf die Blockade zurückzuführen seien und dass die angewandten Methoden entscheidend seien.

Bezüglich der Besuche von Führungsmitgliedern bei den Basisorganisationen mahnte er, dass es nicht nur darum gehe, eine abstrakte Verpflichtung zu erfüllen: „Man muss an der Basis Spuren hinterlassen; man muss sich überlegen, wohin man geht und was man erreichen will.“ Díaz-Canel Bermúdez sprach über wichtige Aufgaben wie Lebensmittelproduktion und Energieversorgung sowie über die Befugnisse, die Gemeinden erhalten sollten, um Autonomie zu erlangen. „Wenn die Gemeinde wohlhabend ist, ist auch die Provinz wohlhabend und das ganze Land.“

Die Sonderemeinde Isla de la Juventud arbeitet daran, sich in ein prosperierendes nachhaltiges Modell einer Gemeinde zu verwandeln 
In der Sondergemeinde Isla de la Juventud setzte die Parteiführung am Donnerstagnachmittag die eingehenden und kritischen Gespräche der außerordentlichen Plenums des Zentralkomitees der Partei (PCC) in den Provinzen fort.

Nach der Präsentation der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ergebnisse der Insel für 2025 sowie der Prognosen für dieses Jahr betonte der Präsident dass auf der Isla de la Juventud „die Beschlüsse des 11. Plenums des Zentralkomitees der Partei“, das im vergangenen Dezember stattfand, „richtig interpretiert werden“.

Díaz-Canel erklärte jedoch: „Nun gilt es, die gefassten Ziele zu erreichen.“

Wie Roberto Morales Ojeda, Mitglied des Politbüros und Organisationssekretär, gestern in den sozialen Medien schrieb, bekräftigten diese Plenarsitzungen die drei Grundpfeiler der politischen Arbeit: „Einheit, Antiimperialismus und Patriotismus“. Dabei wurde die Dringlichkeit betont, „Parteivereinbarungen zügig umzusetzen und ein revolutionäres Bewusstsein zu fördern, nach dem Prinzip, dass die Partei bei der Erfüllung ihrer Ziele fordernder sein muss und Disziplin ohne zu Extremen zu greifen, Vorrang einräumen muss.“

In diesen Gesprächen betonte die Parteiführung die Wichtigkeit der Lösung konkreter Probleme wie Nahrungsmittelproduktion, Energieversorgungssicherheit und Landesverteidigung. Oberflächliche Analysen sollten vermieden und die Bürgerbeteiligung sowie ein bewusstes Zusammengehörigkeitsgefühl auf der Grundlage konstruktiver Kritik gestärkt werden.

Gleichzeitig, so Morales Ojeda, wurde auch die Dringlichkeit einer nachhaltigen lokalen Entwicklung hervorgehoben, die reale Produktionsketten und nicht bloße Formalitäten priorisiert, sowie die Bedeutung der Transformation kommunaler Wirtschaftsstrukturen und des Strebens nach Selbstversorgung.

Auf dem Treffen berichtete der Erste Sekretär des Parteikomitees Gemeindeparteikomitees, Rafael Ernesto Licea Mojena, über die Umsetzung der Beschlüsse des 11. Plenums des Zentralkomitees in diesem Zuständigkeitsbereich und die Verpflichtungen bis 2026. Nach der Analyse der internen Abläufe der Organisation betonte Licea Mojena, wie wichtig es sei, die Indikatoren für ihre Verbesserung zu erfüllen – eine entscheidende Voraussetzung für ihr äußeres Wirken –, um die Führungsrolle der Kommunistischen Partei als Avantgarde der kubanischen Gesellschaft wahrzunehmen.

INSEL DER TATEN, TRÄUME UND WAGNISSE
Licea Mojena berichtete, dass das geplante Haushaltsdefizit bis Ende 2025 zwar um 50 Millionen Pesos reduziert werden konnte, mit rund 485 Millionen Pesos aber weiterhin hoch ist. Dies stellt somit eine der größten Herausforderungen für die Isla im Jahr 2026 dar.
 Licea Mojena stellte jedoch klar: „Eine der Hauptursachen für dieses Haushaltsdefizit sind die hier ansässigen, staatlich kontrollierten Unternehmen, die lediglich über ihre Beteiligungseinnahmen zum Haushalt beitragen, wobei ein Großteil ihrer Gewinne an nationale Unternehmensgruppen fließt.“ 
Zu den Schulden, die die Isla de la Juventud kritisch anerkennt, deren Beseitigung sie sich aber durch harte Arbeit und Engagement verschrieben hat, zählt das Nichterreichen des Exportplans, sowohl hinsichtlich des Volumens als auch des Wertes, vor allem aufgrund des Rückgangs der Fischproduktion und der schleppenden Erholung der Rohstoffversorgung.
Die Defizite in der Landwirtschaft konzentrieren sich auf die Getreideproduktion. Die Region hat sich jedoch zu ambitionierten Investitionen in den Reisanbau und den Bohnenanbau verpflichtet, um bis 2026 einen Pro-Kopf-Verbrauch  zu erreichen, der deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegt.
 Licea Mojena führte aus, dass die Umsetzung der 32 geplanten Investitionen in die Landwirtschaft bis 2026 der wichtigste Faktor für die Gewährleistung der regionalen Selbstversorgung und Ernährungssouveränität sei.
 Das kommunale Energieprogramm stellt eine weitere Herausforderung dar. Neben Maßnahmen im Bereich der Grundversorgung sind für das kommende Jahr Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz geplant. Diese sollen die Quantität und Qualität der Versorgung verbessern, unter anderem durch einen 15-MW-Photovoltaikpark.
Der Erste Sekretär des Parteikomitees der Isla de la Juventud betonte das Engagement der Region für die Schaffung eines hiesigen Exportzentrums. Die notwendigen Unterlagen würden derzeit vorbereitet. Die Bewohner der Isla de la Juventud, so Licea Mojena, „haben größere Träume und sind mutiger. Daher werden wir die Idee, die Isla de la Juventud in eine Sonderentwicklungszone umzuwandeln, zu gegebener Zeit erneut aufgreifen.“