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Brasilien hatte die Wahl zwischen entgegengesetzten Visionen Photo: TELESUR

Der dem äußersten rechten Lager angehörende Jair Bolsonaro erhielt 55,2 % der abgegebenen Stimmen, während auf Fernando Haddad 44,8 % entfielen. Nach Berichten des multinationalen Senders Telesur signalisiert dieses Ergebnis die Rückkehr Brasiliens zur extremen Rechten nach dem Ende der Diktatur 1985.

Der Wahlkampf war einer der polarisierendsten in der jüngeren Geschichte Brasiliens wegen des Aufeinanderprallens höchst kontärer politischer Modelle. Fernando Haddad (PT) mit dem Progressivismus und dem sozialen Engagement auf seinem Banner und Bolsonaro mit seiner offenen Bewunderung für die Diktatur.

Nachdem seine Wahl feststand, sagte Bolsonaro, dass er alle seine Hoffnung auf große Führer der Welt setze, die keine politischen Richtlinien haben.

„Meine Regierung vom nächsten Jahr an kann Brasilien zu einem wichtigen Platz verhelfen“, stellte Bolsonaro fest und versicherte, dass er Brasilien „retten“ werde.

Er hatte an keiner einzigen der Wahldebatten teilgenommen und seine Kampagne war darauf fokussiert gewesen, in den sozialen Netzwerken Haddad zu schlechtzumachen. Eine wahre Welle von „fake news“ hatte für Zweifel an der Klarheit des Wahlprozesses gesorgt.

Obwohl er sich als Nationalisten bezeichnet, deuten Bolsanaros Vorschläge auf eine den privaten Sektor begünstigende Wirtschaftspolitik hin. Der neu gewählte Präsident wird sein Amt am 1. Januar 2019 für vier Jahre übernehmen.

Über 147 Millionen Brasilianer gingen am gestrigen 28. Oktober zwischen 8 Uhr und 17 Uhr zur Wahl, um über die Zukunft der großen südamerikanischen Nation zu entscheiden.