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Jorge Gestoso interviewt den kubanischen Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am Sitz der UNO Photo: Twitter

Interview, das der Außenminister der Republik Kuba Bruno Rodríguez Parrilla dem Telesur Journalisten Jorge Gestosor am 19. September, im „59. Jahr der Revolution“ am Sitz der UNO gewährt hat.


(Übersetzung der stenographischen Version des Staatsrats)
 

Jorge Gestoso : Herr Außenminister, danke, dass Sie zu uns gekommen sind.

Bruno Rodríguez: Vielen Dank.

Jorge Gestoso: Ihre Reaktion zur Rede, die Donald Trump heute Morgen gehalten hat.
Bruno Rodríguez: Es war eine befremdliche, aggressive Rede der unverhohlenen imperialistischen Herrschaft. Mich hat die Manipulierung überrascht, die er zum Thema der Souveränit macht, was Souveränität für die Vereinigten Staaten bedeutet, nämlich Unterwerfung für alle anderen. Er ignoriert völlig das Konzept der souveränen Gleichheit, das die Vereinten Nationen inspiriert.

Sein Angriff gegen Venezuela: brutal, ungerechtfertigt, willkürlich. Er ruft zu zusätzlichen Aktionen gegen Venezuela auf. Auf was bezieht er sich, auf die bewaffnete Option, auf etwas Schlimmeres? Ich möchte hiermit seine Worte verurteilen, die absolute Solidarität Kubas mit dem bolivarischen und chavistischen Volk, seiner zivil-militärischen Einheit und zur vom verfassungsmäßigen Präsidenten Nicolás Maduro Moros angeführten Regierung wiederholen.

Seine Drohung ein Land der koreanischen Halbinsel zu zerstören ist außerordentlich schwerwiegend. Er droht damit, auf der koreanische Halbinsel einen Flächenbrand zu entzünden, der zwangsläufi nuklear ist und die ganze Menschheit in Gefahr bringen könnte. Was ein Konflikt keinesfalls haben darf, ist eine militärische Lösung.

Die Regierung des Präsidenten Trump ist eine Regierung, die bei den Wählerstimmen des Volkes verloren hat, mit einer äußerst niedrigen Popularität bei denen, die die Steuern in diesem Land zahlen; ohne die mindeste moralische Autorität Kuba zu kritisieren, ein kleines Land, eine solidarische Insel, die eine breite internationale Kooperation hat, eine Regierung, die für ihre Sauberkeit und Transparenz anerkannt ist, ein nobles und arbeitsames Volk, der Sitz des Friedensprozesses in Kolumbien und ein Land, das als stabilisierender Faktor Anerkennung genießt. Und das macht der Führer eines Imperiums, das für den größten Teil der Kriege verantwortlich ist, die heute auf dem Planeten stattfinden und für die schwerwiegende Bedrohungen für den Frieden und die internationale Sicherheit. Ich weise die Ausführungen des Präsidenten Trump auf das Entschiedenste zurück.

Jorge Gestoso: Man hört von der Möglichkeit des Abbruchs der Beziehungen zu Kuba oder von einer bedeutenden Reduzierung, Ihre Reaktion?

Bruno Rodríguez: Also, der Präsident hat davon nichts in seiner Rede gesagt. Das sind Themen, zu denen ich mich später äußern werde. Ich werde in den nächsten Tagen bei der allgemeinen Debatte sprechen und mich dort eingehend mit Angelegenheiten der internationalen Agenda, einschließlich der bilateralen mit den Vereinigten Staaten befassen.

Jorge Gestoso: Zum Schluss, ihre Reaktion zum schrecklichen Erdbeben von 7,0, das Mexiko gerade erlebt hat, mit bis jetzt Dutzenden von Toten, eine Tragödie!

Bruno Rodríguez: Nach dem jüngsten Erdbeben, das sich genau am Jahrestag des schrecklichen Erdbebens ereignete, das die die Mexiko Stadt heimsuchte, habe ich der mexikanischen Regierung, dem mexikanischen Volk und der hiesigen Delegation unsere tiefe Anteilnahme ausgesprochen. Auch den Familienangehörigen der Opfer und den Geschädigten und wir stehen Mexiko zur Verfügung.

Gleichermaßen sind wir dabei unsere Kräfte zu mobilisieren, um den Inseln der Östlichen Karibik, insbesondere Dominica zu Hilfe zu kommen, das besonders schwer getroffen wurde. Wir haben dort 36 kubanische Mitarbeiter und wir sind dabei, andere Möglichkeiten der Hilfe zu finden.

Jorge Gestoso: Vielen Dank, Herr Außenminister. Herzlichen Dank, dass Sie bei uns waren.

Bruno Rodríguez: Dank an Telesur.

Vielen Dank!