
BRASILIA - Der ehemalige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, wird das Amt des Kabinettschefs in der Regierung von Dilma Rousseff übernehmen, berichteten gestern brasilianische Medien.
Lulas neues Amt wurde von der Präsidentschaft bestätigt, die auch mitteilte, dass der derzeitige Kabimettschef, Jaques Wagner, das Sekretariat der Präsidentin übernehmen wird.
Lula werden von der Staatsanwaltschaft angebliche Verbindungen mit dem Korruptionschema der sogenannten Operation Lava Jato vorgeworfen. Man versucht, den Gewerkschaftsführer, der sein Amt als Präsident mit 80 % Zustimmung verließ, mit dem Skandal in Unternehmen wie Odebrecht und Petrobras in Verbindung zu bringen.
Rousseff sagte unterdessen, dass die Ernennung ihres Vorgängers ihre Regierung stärken werde und dass der Ex-Präsident über „die erforderlichen Befugnisse“ verfügen werde, um „Brasilien zu helfen“.
Darüber hinaus bestätigte das Oberste Gericht Brasiliens eine frühere Entscheidung, mit der die Befugnis des Senats anerkannt wird, eine Abstimmung des Unterhauses über eine Amtsenthebung Rousseffs vor Beginn des Prozesses zu überprüfen, ein Urteil, das der Präsidentin zugute kommt.
Es bedeutet, dass Rousseff nicht automatisch gesperrt werden würde, wenn das Unterhaus entscheidet, sie politisch zu verfolgen, wie es dessen Präsidenten Eduardo Cunha vorhatte, und gibt ihr die Möglichkeit, den Prozess im Senat zu blockieren, präzisiert BBC Brasil.




