
WASHINGTON – Die US-Tageszeitung The Washington Post hat eine Meldung veröffentlicht, nach der die Polizei der Vereinigten Staaten in den ersten Monaten dieses Jahres 385 Menschen getötet hat.
Der Bericht hebt hervor, dass man sich darin ausschließlich auf Personen beziehe, die durch Schusswaffengebrauch gestorben seien. Opfer anderer Formen von Polizeigewalt seien gar nicht berücksichtigt, informierte die Nachrichtenagentur AP.
Bei der Mehrheit der Todesopfer handelte es sich um Menschen afrikanischer und lateinamerikanischer Abstammung, zur Hälfte waren es Vertreter ethnischer Minderheiten.
Die Zahl der Schusswaffenopfer beläuft sich auf das Doppelte der Zahl der offiziellen Regierungsstatistik des letzten Jahrzehnts.
Die Washington Post führt aus, dass 365 der Opfer Männer und 20 Frauen gewesen seien.
Sie fügt hinzu, annähernd 80% der Toten seien mit potentiell tödlichen Objekten, in den meisten Fällen Pistolen, bewaffnet gewesen. Darüber hinaus habe man Messer und Macheten registriert und auch Fahrzeuge seien gleichsam als Waffen eingesetzt worden.
Die Mehrzahl der Toten habe der Unterschicht angehört und sei bereits vorher polizeilich aktenkundig geworden, größtenteils wegen minderer Delikte. 92 Prozent von ihnen seien außerdem durch Behörden oder eigene Familienmitglieder für geistig behindert erklärt worden.
Ungeachtet dieser Ziffer von Toten ist gesetzlich abgesichert, dass Polizisten autorisiert sind, einen Verdächtigen zu töten, wenn sie ihr eigenes Leben oder das anderer in Gefahr sehen.




