Nationalbibliothek digitalisiert ihr kulturelles und musikalisches Erbe › Kuba › Granma - Offizielles organ des PCC
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Die Nationalbibliothek Kubas José Martí arbeitet erstmalig an der Digitalisierung ihres kulturellen und musikalischen Erbes.

Die Aufbereitung der audiovisuellen Bestände haben die Erhaltung, Restaurierung und den Schutz des Klangmaterials der Musiksäle Alberto Muguercia und Algerier León zum Ziel, berichtete gegenüber ACN Juan Carlos Val Pino, PR-Spezialist dieser Einrichtung.

„Wir haben die Arbeit mit dem Wichtigsten der kubanischen Schallplattenproduktion aus der Zeit vor dem Sieg der Revolution und mit Autoren wie Ernesto Lecuona, Eduardo Sánchez de Fuentes und Alejandro García Caturla begonnen“, erläuterte er.

Für die Durchführung des Projekts besuchte Val Pino als dessen Hauptrepräsentant im Oktober 2016 die Bibliotheken Richelieu-Louvois und François-Mitterrand in Frankreich, wo seit einigen Jahren ein ähnlicher Prozess vorgenommen wird.

Nach Angaben des Spezialisten wurden für die laufende Digitalisierung in der kubanischen Einrichtung 17 Geräte von der Nationalbibliothek Frankreichs gespendet, die im Juni vergangenen Jahres im Land eintrafen.

„Die Zeit, die benötigt wird, um eine Schallplatte zu digitalisieren, hängt von ihrem physischen Zustand und ihrer Klangqualität ab und gewöhnlich beschäftige ich mich mit fünf Platten pro Tag“, erklärte Val Pino.

Tania Barceló Suárez, Bibliothekarin und Spezialistin der Mediathek, erläuterte, dass dieser Prozess von lebenswichtiger Bedeutung sei, weil er es den Nutzern ermöglicht, von modernen Formaten aus auf die Musik zugreifen zu können, ohne die alten und im Laufe der Zeit beschädigten Platten benutzen zu müssen.

Der Musiksaal der Bibliothek bietet dem Publikum gegenwärtig den Dienst des Vorspielens und ebenso Partitüren und Bücher in gedruckter Form.